Bundesverfassungsgericht
Urt. v. 06.06.1989, Az.: 1 BvR 921/85
„Reiten im Walde-Entscheidung“
Reiten im Walde - Entscheidung; Freie Entfaltung der Persönlichkeit; Schutzbereich des Art. 2 I GG
Bibliographie
- Gericht
- BVerfG
- Datum
- 06.06.1989
- Aktenzeichen
- 1 BvR 921/85
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1989, 12160
- Entscheidungsname
- Reiten im Walde-Entscheidung
- ECLI
- [keine Angabe]
Rechtsgrundlagen
Fundstellen
- BVerfGE 80, 137 - 170
- DVBl 1989, 988-992 (Volltext mit amtl. LS)
- JuS 1990, 317
- MDR 1989, 1072-1073 (Volltext mit amtl. LS)
- NJW 1989, 3261-3263 (Urteilsbesprechung von Dr. Klaus Rennert, Richter am VG) "Bermerkungen zu Art. 2 I GG"
- NJW 1989, 2525-2529 (Volltext mit amtl. LS) "hier: Beschränkung des Reitens im Walde"
- NVwZ 1989, 1052 (amtl. Leitsatz)
- NuR 1990, 16-22 (Volltext mit amtl. LS)
Amtlicher Leitsatz
1. Ist im Verfassungsbeschwerde-Verfahren mittelbar zu prüfen, ob eine landesgesetzliche Vorschrift mit (einfachem) Bundesrecht vereinbar ist, so hat das BVerfG das Bundesrecht selbst auszulegen; es ist insoweit nicht auf die verfassungsrechtliche Nachprüfung der Auslegung des Fachgerichts beschränkt.
2. Eine landesgesetzliche Regelung, die das Reiten im Wald grundsätzlich nur auf solchen privaten Straßen und Wegen erlaubt, die als Reitwege gekennzeichnet sind, ist mit § 14 des Bundeswaldgesetzes vom 2. 5. 1975 (BGBl. I, 1037) vereinbar und verstößt nicht gegen Art. 2 I GG.