Bundesgerichtshof
Urt. v. 01.03.1971, Az.: III ZR 29/68
Vernichtung von Gegenständen; Verseucht; Krankheitsausbruch; Ansteckungsquelle; Entschädigung
Bibliographie
- Gericht
- BGH
- Datum
- 01.03.1971
- Aktenzeichen
- III ZR 29/68
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1971, 10974
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Rechtsgrundlagen
- § 3 BSeuchG
- § 10 Abs. 1 BSeuchG
- § 34 Abs. 1 BSeuchG
- § 39 Abs. 3 BSeuchG
- § 57 BSeuchG
Fundstellen
- BGHZ 55, 366 - 378
- DÖV 1972, 65 (amtl. Leitsatz)
- MDR 1971, 652 (Volltext mit amtl. LS)
- NJW 1971, 1080-1084 (Volltext mit amtl. LS)
- VersR 1971, 519-522 (Volltext mit red. LS)
Amtlicher Leitsatz
Werden Gegenstände auf behördliche Anordnung vernichtet, weil feststeht oder anzunehmen ist, daß sie mit Erregern meldepflichtiger übertragbarer Krankheiten behaftet sind, so ist eine Entschädigung nach §§ 39, 57 BSeuchG dann nicht zu zahlen, wenn zwar die Krankheit in meldepflichtiger Form (Erkrankungs- oder Ausscheidungsfall) aufgetreten ist (§§ 3, 34 Abs. 1 BSeuchG), die vernichteten Waren aber die Ansteckungsquelle für den Krankheits- oder Ausscheidungsfall bildeten.