Bundesverfassungsgericht
Beschl. v. 03.02.1965, Az.: 2 BvR 166/64
Geschäftsverteilungsplan des Landgerichts; Besetzung von Zivil- und Strafkammern; Gewährleistung ordentlicher Rechtsprechung
Bibliographie
- Gericht
- BVerfG
- Datum
- 03.02.1965
- Aktenzeichen
- 2 BvR 166/64
- Entscheidungsform
- Beschluss
- Referenz
- WKRS 1965, 10419
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- LG Rottweil 24.10.1963 - KLs 13/63
- BGH 18.02.1964 - 1StR 55/64
Rechtsgrundlagen
Fundstellen
- BVerfGE 18, 344 - 352
- DB 1965, 664 (Volltext mit amtl. LS)
- DRiZ 1965, 162-165
- DVBl 1965, 395-396 (amtl. Leitsatz)
- DVBl 1965, 941 (amtl. Leitsatz)
- DÖV 1965, 340-341 (Volltext mit amtl. LS)
- MDR 1965, 545-546 (Volltext mit amtl. LS)
- NJW 1965, 1219-1222 (Volltext mit amtl. LS u. Anm.) "Überbesetzung von Straf- und Zivilkammern bzw. -senaten"
Redaktioneller Leitsatz
1. Nicht gegen Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG verstößt die im Geschäftsverteilungsplan eines Landgerichts angestrebte Überbesetzung von Zivil- und Strafkammern mit einem Vorsitzenden und vier beisitzenden Berufsrichtern, wenn dies zur Gewährleistung einer geordneten Rechtsprechung unvermeidbar ist.
2. Der Vorsitzende einer Kammer oder eines Senats hat vor Beginn des Geschäftsjahres nicht aus Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG zu bestimmen, nach welchen Grundsätzen die Mitglieder der Kammer oder des Senats an den Verfahren mitwirken sollen.