Bundesarbeitsgericht
Urt. v. 13.11.1991, Az.: 7 AZR 469/90
Entlohnung der Kraftfahrer; Mehrtägige Reisen zur Erfüllung von Personalratsaufgaben; Lohnausfallprinzip; Zugrundelegung der durch die Personalratstätigkeit ausfallenden Fahrten
Bibliographie
- Gericht
- BAG
- Datum
- 13.11.1991
- Aktenzeichen
- 7 AZR 469/90
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1991, 10071
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- ArbG Düsseldorf 14.03.1990 - 10 Ca 7075/89
Rechtsgrundlagen
- § 46 Abs. 1 BPersVG
- § 46 Abs. 2 BPersVG
- § 3 BPersVG
- § 8 BPersVG
- § 44 Abs. 1 S. 2 BPersVG
- § 37 Abs. 2 BetrVG
- § 4 Abs. 2 Unterabs. 2, 3, Protokollnotiz Nr. 1 Kf -TV
- § 256 ZPO
Fundstellen
- AP Nr 17 zu § 46 BPersVG
- AuR 1992, 283 (amtl. Leitsatz)
- BB 1992, 1567 (Kurzinformation)
- RdA 1992, 349 (amtl. Leitsatz)
- ZTR 1992, 481-482 (Volltext mit amtl. LS)
Amtlicher Leitsatz
1. § 4 Abs. 2 Unterabs. 3 Kf-TV gilt nicht für mehrtägige Reisen i.S. des § 44 Abs. 1 S. 2 BPersVG, die zur Erfüllung von Personalratsaufgaben notwendig sind. Auch das Lohnausfallprinzip (§ 46 Abs. 2 BPersVG) und das Benachteiligungsverbot (§ 8 BPersVG) führen nicht zur Anwendung dieser tariflichen Berechnungsvorschrift (teilweise Abweichung vom nicht veröffentlichten Urteil des BAG vom 13.8.1987 - 6 AZR 373/85 -, zu II 3 d der Gründe). Nach dem Lohnausfallprinzip sind der Entlohnung der Kraftfahrer die durch die Personalratstätigkeit ausfallenden Fahrten zugrunde zu legen.
2. Es bleibt dahingestellt, ob eine tarifvertragliche Regelung zur Vermeidung von Berechnungsschwierigkeiten bestimmen kann, daß mehrtägige auswärtige Personalratssitzungen bei der Ermittlung des einem Kraftfahrer zustehenden Pauschallohnes mit einem an der bisherigen Pauschallohngruppe orientierten Durchschnittswert angesetzt werden.