Bundesarbeitsgericht
Urt. v. 28.03.1984, Az.: 5 AZR 230/82
Krankenbezüge; Arbeitsunfähigkeit; Bezugsfristen; Übergangsregelung für Neufassung
Bibliographie
- Gericht
- BAG
- Datum
- 28.03.1984
- Aktenzeichen
- 5 AZR 230/82
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1984, 10149
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- ArbG Hanau 22.07.1981 - 2 Ca 124/81
- LAG Frankfurt 25.02.1982 - 9 Sa 916/81
Rechtsgrundlagen
- § 37 Abs. 2 BAT
- § 816 Abs. 2 BGB
- § 42 SchwbG
- § 139 Abs. 1 ZPO
- § 561 Abs. 1 S. 1 ZPO
Fundstellen
- AP Nr. 5 zu § 37 BAT
- EzBAT § 37 BAT Nr. 7
Amtlicher Leitsatz
1. Die Zeiträume, für die der Angestellte nach § 37 Abs. 2 BAT Krankenbezüge beanspruchen kann, sind für jeden Tag der Arbeitsunfähigkeit nach den jeweils geltenden tariflichen Bezugsfristen zu berechnen. Werden Bezugsfristen verkürzt, gelten mit dem Inkrafttreten der neuen tariflichen Regelungen die neuen kürzeren Bezugsfristen (hier: Anwendung des § 37 Abs. 2 BAT in der Fassung des 45. Änderungs-Tarifvertrages vom 31. Oktober 1979 ab 1. Januar 1980).
2. Die Frist, für die nach § 37 Abs. 2 BAT Krankenbezüge gezahlt werden müssen, beginnt mit dem Eintritt der Arbeitsunfähigkeit. Das gilt auch für die verkürzte Bezugsfrist des § 37 Abs. 2 Unterabsatz 5b BAT (in der ab 1. Januar 1980 geltenden Fassung).