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Bundesgerichtshof
Beschl. v. 12.01.2021, Az.: 6 StR 330/20

Zurückweisung der Gegenvorstellung hinsichtlich Änderung des Vorwegvollzugs der Freiheitsstrafen

Bibliographie

Gericht
BGH
Datum
12.01.2021
Aktenzeichen
6 StR 330/20
Entscheidungsform
Beschluss
Referenz
WKRS 2021, 11829
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
ECLI:DE:BGH:2021:120121B6STR330.20.0

Verfahrensgang

vorgehend
LG Braunschweig - 24.06.2020 - AZ: 115 Js 11551/20 8 KLs 36/20

Verfahrensgegenstand

Schwere räuberische Erpressung u.a.
hier: Gegenvorstellung

Der 6. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 12. Januar 2021 beschlossen:

Tenor:

Die Gegenvorstellung des Verurteilten gegen den Beschluss des Senats vom 3. November 2020 wird zurückgewiesen.

Gründe

1

Der Senat hat die Revision des Verurteilten gegen das Urteil des Landgerichts Braunschweig vom 24. Juni 2020 unter anderem mit der Maßgabe als unbegründet verworfen, dass vor der Unterbringung in einer Erziehungsanstalt zwei Jahre der verhängten Freiheitsstrafen zu vollziehen sind. Mit seinem "Einspruch" wendet sich der Verurteilte gegen die Änderung des Vorwegvollzugs der Freiheitsstrafen. Der Rechtsbehelf hat keinen Erfolg.

2

Ein "Einspruch" bzw. eine Gegenvorstellung gegen einen nach § 349 Abs. 2 StPO ergangenen Beschluss ist regelmäßig nicht statthaft, da ein derartiger Beschluss grundsätzlich weder aufgehoben noch abgeändert werden kann (st. Rspr.; vgl. etwa BGH, Beschluss vom 17. Februar 2014 - 1 StR 405/13 mwN).

3

Es besteht kein Anlass, den Rechtsbehelf als einen Antrag nach § 356a StPO auszulegen. Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör ist im Übrigen weder geltend gemacht noch liegt sie vor.

Sander
Schneider
König
Fritsche
von Schmettau