Bundesgerichtshof
Urt. v. 21.10.1971, Az.: VII ZR 45/70
Amerikanischer Schiedsspruch; Handelsvertrag; Vollstreckbarkeit; Vollstreckbarkeitserklärung; Versagungsgründe; Abschließend; Verstoß gegen gute Sitten
Bibliographie
- Gericht
- BGH
- Datum
- 21.10.1971
- Aktenzeichen
- VII ZR 45/70
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1971, 11155
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Rechtsgrundlagen
- Art. VI Abs. 2 Freundschafts-, Handels- und Schiffahrtsvertrag
- § 1044 ZPO
Fundstellen
- BGHZ 57, 153 - 159
- IPRspr 1971, 160
- MDR 1972, 137-138 (Volltext mit amtl. LS)
- NJW 1972, 449-450 (Volltext mit amtl. LS) "Vollstreckbarkeitserklärung"
- VersR 1972, 91-92 (Volltext mit red. LS)
- ZZP 1973, 46-49
Amtlicher Leitsatz
1. Ein amerikanischer Schiedsspruch ist nach Art. VI Abs. 2 S. 2 des deutsch-amerikanischen Handelsvertrages vom 29.10.1954 ordnungsmäßig ergangen, endgültig und vollstreckbar, wenn er rechtswirksam i. S. des § 1044 Abs. 2 Ziff. 1 ZPO ist (im Anschluß an BGHZ 52, 184 u. 55, 162).
2. Art. VI Abs. 2 S. 3 des deutsch-amerikanischen Handelsvertrages vom 29.10.1954 regelt die Gründe, aus denen die Vollstreckbarerklärung eines an sich rechtswirksamen amerikanischen Schiedsspruches abzulehnen ist, abschließend. Auch die Versagungsgründe des § 1044 Abs. 2 Ziff. 3 u. 4 ZPO können nur unter dem Gesichtspunkt eines Verstoßes gegen die guten Sitten oder die öffentliche Ordnung gewürdigt werden.