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Bundesverwaltungsgericht
Beschl. v. 03.09.1992, Az.: BVerwG 11 B 22/92

Fahrerlaubnis-Entziehungsverfahren; Geltung der strafrechtlichen Entscheidung; Ermessensüberprüfung; Zweite Anhörungsmitteilung; Förmlicher Beweisantrag

Bibliographie

Gericht
BVerwG
Datum
03.09.1992
Aktenzeichen
BVerwG 11 B 22/92
Entscheidungsform
Beschluss
Referenz
WKRS 1992, 12685
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
[keine Angabe]

Fundstellen

  • DAR 1993, 33-34 (Volltext mit amtl. LS)
  • DVBl 1993, 620 (amtl. Leitsatz)
  • DÖV 1993, 429 (Volltext mit amtl. LS)
  • NVwZ-RR 1993, 165-166 (Volltext mit amtl. LS)
  • NZV 1992, 501 (Volltext mit amtl. LS)
  • VRS 1993, 79
  • VRS 84, 79
  • ZfS 1993, 33
  • zfs 1993, 33-34 (Volltext mit amtl. LS)

Redaktioneller Leitsatz

1) Ein Kraftfahrer muß eine rechtskräftige strafrechtliche Entscheidung mit dem dort festgestellten Sachverhalt in einem Fahrerlaubnis- Enziehungsverfahren gemäß § 4 StVG gegen sich gelten lassen, es sei denn es ergeben sich gewichtige Anhaltspunkte für die Unrichtigkeit der tatsächlichen Feststellungen im Strafurteil.

(So schon: Urteile vom 12. 3. 1985: BVerwG 7 C 26. 83; BVerwGE 71, 93 und vom 15. 7. 1988: BVerwG 7 C 46. 87; BVerwGE 80, 42 [BVerwG 15.07.1988 - 7 C 5/87])

2) Eine Überprüfbarkeit des Ermessens durch das Berufungsgericht zu einer Entscheidung nach § 130 a VwGO ist nur auf sachfremde Erwägungen und grobe Fehleinschätzungen vorzunehemen. Eine zweite Anhörungsmitteilung bei nach der ersten Anhörungsmitteilung gestellten förmlichen Beweisanträgen ist erforderlich, wenn das Berufungsgericht weiterhin beabsichtigt, eine Entscheidung nach § 130 a VwGO zu treffen.

(So schon: Beschluß vom 10. 4. 1992: BVerwG 9 B 142. 91; Dok. Ber. A 1992, 191)