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Bundesverfassungsgericht
Urt. v. 18.08.1981, Az.: 2 BvR 166/81

Lügendedektor; Strafverfahren; Körperliche Reaktionen; Angeklagter; Subjektive Billigkeit der Aussage; Eingriff in Persönlichkeitsrecht

Bibliographie

Gericht
BVerfG
Datum
18.08.1981
Aktenzeichen
2 BvR 166/81
Entscheidungsform
Urteil
Referenz
WKRS 1981, 11413
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
[keine Angabe]

Fundstellen

  • MDR 1982, 376-377 (Volltext mit amtl. LS)
  • NJW 1982, 375 (Volltext mit amtl. LS)
  • NJW 1982, 367-368 (Urteilsbesprechung von Prof. Dr. Jürgen Schwabe)
  • NStZ 1981, 446-447

Redaktioneller Leitsatz

Die Verwendung eines "Lügendedektors" (Polygraphen) im Strafverfahren greift in unzulässiger Weise in das durch Art. 2 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 GG geschützte Persönlichkeitsrecht des Betroffenen ein. Dies gilt besonders dann, wenn aus den körperlichen Reaktionen des Angeklagten Schlüsse auf die Unrichtigkeit der Aussage gezogen werden sollen. Selbst, wenn der Betroffene mit einer derartigen Beweiserhebung einverstanden ist, wird dadurch weiterhin in sein Persönlichkeitsrecht eingegriffen.