Bundesgerichtshof
Beschl. v. 06.04.2009, Az.: 5 StR 94/09
Anwendbarkeit der Subsidiaritätsklausel i.R.e. besonders schweren Falls des Landfriedensbruchs
Bibliographie
- Gericht
- BGH
- Datum
- 06.04.2009
- Aktenzeichen
- 5 StR 94/09
- Entscheidungsform
- Beschluss
- Referenz
- WKRS 2009, 12545
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- LG Cottbus - 11.04.2008
Rechtsgrundlagen
Verfahrensgegenstand
Gefährliche Körperverletzung u. a.
Der 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat
am 6. April 2009
beschlossen:
Tenor:
Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Cottbus vom 11. April 2008 wird nach § 349 Abs. 2 StPO als unbegründet verworfen.
Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels und die dadurch den Nebenklägern entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.
Ergänzend bemerkt der Senat:
Zu Recht ist u. a. ein besonders schwerer Fall des Landfriedensbruchs (§ 125a StGB, daher keine Anwendung der Subsidiaritätsklausel; vgl. dazu BGHSt 43, 237, 240) [BGH 09.09.1997 - 1 StR 730/96] in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung nach § 224 Abs. 1 Nr. 4 StGB angenommen worden. Da die Nachprüfung des Urteils auch im Übrigen keine Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten aufgedeckt hat, bleibt die Revision ohne Erfolg. Der Senat kann dies entsprechend dem hierfür maßgeblichen Antrag des Generalbundesanwalts nach § 349 Abs. 2 StPO aussprechen (BGHR StPO § 349 Abs. 2 Verwerfung 4).
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