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Bundesverfassungsgericht
Beschl. v. 26.10.2004, Az.: 2 BvR 1038/01

Garantie für die Unversehrtheit der elementaren Grundsätze des Völkerrechts auf dem staatlichen Territorium; Rückgabe des in dem Zeitraum von 1945 bis 1949 außerhalb des staatlichen Verantwortungsbereichs entschädigungslos entzogenen Eigentums; Umgang der deutschen Rechtsordnung mit möglichen Völkerrechtverletzungen einer nicht an das Grundgesetz gebundenen Hoheitsgewalt; Respekt des Völkerrechts als eine durch das Grundgesetz aufgegebene Pflicht; Beurteilung der Verfassungsmäßigkeit eines Restitutionsausschlusses

Bibliographie

Gericht
BVerfG
Datum
26.10.2004
Aktenzeichen
2 BvR 1038/01
Entscheidungsform
Beschluss
Referenz
WKRS 2004, 22273
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
[keine Angabe]

Verfahrensgang

vorgehend
OVG Berlin - 30.03.2000 - AZ: 8 N 81.99
VG Berlin - 14.10.1999 - AZ: 29 A 88.98

Fundstellen

  • BVerfGE 112, 1 - 49
  • DVBl 2005, 175-183
  • EWiR 2005, 281 (Volltext mit amtl. LS)
  • JuS 2005, 552-554 (Volltext mit amtl. LS)
  • NJ 2005, 136-137
  • NWB 2005, 164
  • WM 2004, 2497-2505
  • ZfIR 2005, 315-325 (Volltext mit amtl. LS)

Verfahrensgegenstand

Verfassungsbeschwerden

I. gegen
a) den Beschluss des Oberverwaltungsgerichts Berlin vom 30. März 2000 - OVG 8 N 81.99 -,
b) das Urteil des Verwaltungsgerichts Berlin vom 14. Oktober 1999 - VG 29 A 88.98 -,
c) den Widerspruchsbescheid der Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben vom 26. Mai 1998 - GVO Z W 193/98 -,
d) die Grundstücksverkehrsgenehmigung der Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben vom 11. Februar 1998 - GVO 3294/97 - - 2 BvR 955/00 -,

II. gegen
a) den Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts vom 25. Juli 2000 - BVerwG 8 B 134/00 -,
b) das Urteil des Verwaltungsgerichts Magdeburg vom 7. März 2000 - A 5 K 284/98 -,
c) mittelbar § 1 Abs. 8 Buchstabe a Vermögensgesetz - 2 BvR 1038/01 -

Amtlicher Leitsatz

Der Staat des Grundgesetzes ist grundsätzlich verpflichtet, auf seinem Territorium die Unversehrtheit der elementaren Grundsätze des Völkerrechts zu garantieren und bei Völkerrechtsverletzungen nach Maßgabe seiner Verantwortung und im Rahmen seiner Handlungsmöglichkeiten einen Zustand näher am Völkerrecht herbeizuführen. Daraus folgt jedoch keine Pflicht zur Rückgabe des in dem Zeitraum von 1945 bis 1949 außerhalb des staatlichen Verantwortungsbereichs entschädigungslos entzogenen Eigentums.

In dem Verfahren über die Verfassungsbeschwerden
hat das Bundesverfassungsgericht - Zweiter Senat -
unter Mitwirkung
der Richterinnen und Richter Vizepräsident Hassemer, Jentsch, Broß, Osterloh, Di Fabio, Mellinghoff, Lübbe-Wolff, Gerhardt
am 26. Oktober 2004
beschlossen:

Tenor:

Die Verfassungsbeschwerden werden zur gemeinsamen Entscheidung verbunden.

Die Verfassungsbeschwerden werden zurückgewiesen.

Hinweis: Verbundenes Verfahren

Volltext siehe unter
BVerfG - 26.10.2004 - AZ: 2 BvR 955/00