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Bundesverwaltungsgericht
Urt. v. 27.08.1990, Az.: BVerwG 9 B 38/90

Vertreibungsgebiet; Unzulässigkeit der Führung eines akademischen Grades; Sowjetunion; Bundesvertriebenengesetz; Anerkennung von Prüfungen

Bibliographie

Gericht
BVerwG
Datum
27.08.1990
Aktenzeichen
BVerwG 9 B 38/90
Entscheidungsform
Urteil
Referenz
WKRS 1990, 12689
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
[keine Angabe]

Verfahrensgang

vorgehend
VG Hamburg 10.11.1986 - 21 VG 2605/86
OVG Hamburg - 06.11.1989 - AZ: Bf III 29/87

Fundstellen

  • DÖV 1991, 343 (amtl. Leitsatz)
  • NJW 1991, 3107-3108 (Volltext mit amtl. LS)
  • NVwZ 1992, 58 (amtl. Leitsatz)

Amtlicher Leitsatz

1. § 92 III BVFG findet auch auf solche Prüfungen und Befähigungsnachweise Anwendung, die nicht im sogenannten engeren Vertreibungsgebiet bzw. dem in § 3 BVFG umschriebenen Gebiet, sondern in einem Drittland abgelegt oder erworben worden sind.

2. Zur Unzulässigkeit der Führung eines in der Sowjetunion erworbenen akademischen Grades "fizik" in der deutschen Form "Diplom-Physiker".

3. Unmittelbar aus den Vorschriften des Bundesvertriebenengesetzes über die Anerkennung von Prüfungen und Befähigungsnachweisen läßt sich kein Anspruch auf Führung eines akademischen Grades in der im Inland gebräuchlichen Form herleiten.