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Bundesverwaltungsgericht
Urt. v. 22.12.1994, Az.: BVerwG 4 B 114/94

Landesgesetzgeber; Eingriffsbefugnisse; Selbstverwaltung; Örtliche Gemeinschaft; Exekutive; Letztentscheidungsbefugnisse; Kommunales Straßennetz; Landesstraße; Gemeindestraße

Bibliographie

Gericht
BVerwG
Datum
22.12.1994
Aktenzeichen
BVerwG 4 B 114/94
Entscheidungsform
Urteil
Referenz
WKRS 1994, 13586
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
[keine Angabe]

Verfahrensgang

vorgehend
VG Hannover 23.01.1991 - 1 Hi VGA 261/88
VG Hannover 23.01.1991 - 1 Hi A 261/88
OVG Niedersachsen - 14.02.1994 - AZ: 12 L 7201/91

Fundstellen

  • NVwZ 1995, 700-702 (Volltext mit amtl. LS)
  • NZV 1995, 291 (amtl. Leitsatz)
  • VRS 1996, 218
  • zfs 1995, 236 (Volltext mit amtl. LS)

Amtlicher Leitsatz

1. Zur Befugnis des Landesgesetzgebers, im Rahmen des Art. 28 II 1 GG Zuständigkeiten ordnend und abgrenzend zu bestimmen, wenn eine öffentliche Aufgabe keine Angelegenheit der örtlichen Gemeinschaft betrifft, diese aber berührt.

2. Art. 19 IV 1 GG hindert den Gesetzgeber nicht, der Exekutive "Letztentscheidungsbefugnisse" einzuräumen.

3. Der Bestand eines kommunalen Straßennetzes betrifft eine Angelegenheit der örtlichen Gemeinschaft. Mit der Herabstufung einer bisherigen Landesstraße zu einer Gemeindestraße wird der betroffenen Gemeinde i. S. des Art. 28 II 1 GG eine "neue" staatliche Aufgabe nicht zugewiesen.