Bundesarbeitsgericht
Beschl. v. 13.03.1973, Az.: 1 ABR 16/72
Betriebsrat; Mitbestimmungsrecht; Werkmietwohnungen; Mietzinsbildung; Unterscheidung zwischen formellen und materiellen Arbeitsbedingungen; Rechtliche Gestaltungsmöglichkeit
Bibliographie
- Gericht
- BAG
- Datum
- 13.03.1973
- Aktenzeichen
- 1 ABR 16/72
- Entscheidungsform
- Beschluss
- Referenz
- WKRS 1973, 10069
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- ArbG Siegen - 02.08.1972 - AZ: BV 1/72
- LAG Hamm - 21.09.1972 - AZ: 8 BV Ta 25/72
- LAG Hamm - 18.10.1972 - AZ: 8 BV Ta 25/72
Rechtsgrundlagen
Fundstellen
- BAGE 25, 93 - 102
- DB 1973, 1458-1460 (Volltext mit amtl. LS)
- DB 1973, 624 (Volltext mit amtl. LS)
- MDR 1973, 881-882 (Volltext mit amtl. LS)
- NJW 1973, 1900-1902 (Volltext mit amtl. LS)
- VersR 1973, 975 (red. Leitsatz)
Amtlicher Leitsatz
1. Der Betriebsrat hat im Rahmen der vorgegebenen finanziellen Dotierung durch den Arbeitgeber ein Mitbestimmungsrecht bei der allgemeinen Festsetzung der Grundsätze für die Mietzinsbildung bei Werkmietwohnungen.
2. Die durch Gesetz eingeräumte bloße rechtliche Gestaltungsmöglichkeit ist keine gesetzliche Regelung eines der Mitbestimmungstatbestände des § 87 Abs. 1 Nr. 1 - 12 BetrVG 1972.
3. Eine Unterscheidung zwischen formellen und materiellen Arbeitsbedingungen hat jedenfalls im Rahmen des Tatbestandes des § 87 Abs. 1 Nr. 9 BetrVG 1972 keine Bedeutung mehr.
4. § 87 Abs. 1 Nr. 9 BetrVG 1972 ist nicht verfassungswidrig.