Bundesgerichtshof
Urt. v. 13.07.1971, Az.: VI ZR 140/70
Rechtsanwalt; Haftpflichtprozeß; Prüfungspflicht; Deckungsschutz; Anspruchseinklage; Drohende Verjährung; Prozessaussichten
Bibliographie
- Gericht
- BGH
- Datum
- 13.07.1971
- Aktenzeichen
- VI ZR 140/70
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1971, 11075
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Rechtsgrundlagen
Fundstellen
- MDR 1971, 917-918 (Volltext mit amtl. LS)
- VersR 1971, 1119-1122 (Volltext mit red. LS)
Amtlicher Leitsatz
1. Der Rechtsanwalt kann in einem gegen seinen Mandanten anhängigen Haftpflichtprozeß auch zur Prüfung der Frage verpflichtet sein, ob sein Mandant haftpflichtversichert ist und Deckungsschutz beanspruchen kann (hier u. a.: Frage der Anwendbarkeit von § 4 II 1 AHB).
2. Zur Pflicht eines RA, seinem Mandanten auch dann zur Einklagung eines Anspruchs, der andernfalls zu verjähren droht, zu raten, wenn die Aussichten des Prozesses zweifelhaft sein können.