Bundesverwaltungsgericht
Urt. v. 18.06.1996, Az.: BVerwG 1 C 17/95
Anspruch auf Aufenthaltsgenehmigung; Rechtsanspruch; Visum
Bibliographie
- Gericht
- BVerwG
- Datum
- 18.06.1996
- Aktenzeichen
- BVerwG 1 C 17/95
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1996, 12742
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- VG Stuttgart 27.09.1994 - A 17 K 16974/93
- VGH Mannheim 11.04.1995 - A 14 S 3301/94
Rechtsgrundlagen
- § 1 AuslG
- § 3 Abs. 3 AuslG DV
- § 9 Abs. 1 Nr. 1 AuslG
Fundstellen
- BVerwGE 101, 265 - 273
- DVBl 1997, 174-177 (Volltext mit amtl. LS)
- DÖV 1997, 167-168 (Volltext mit amtl. LS)
- InfAuslR 1997, 21-24 (Volltext mit amtl. LS)
- NVwZ 1997, 192-194 (Volltext mit amtl. LS)
- ZAR 1997, 38 (red. Leitsatz)
Amtlicher Leitsatz
1. Ein Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsgenehmigung i.S. des § 9 I Nr. 1 AuslG muß ein strikter Rechtsanspruch sein, nicht ein solcher, der seinerseits nur ein Ermessen eröffnet, selbst wenn im Einzelfall das Ermessen "auf Null" reduziert ist.
2. Beabsichtigt ein Staatsangehöriger eines der in Anlage I der DVAuslG aufgeführten Staaten bei der Einreise einen dauernden Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland, bedarf er jedenfalls für den weiteren Aufenthalt nach Ablauf von drei Monaten der Aufenthaltsgenehmigung in Form des Sichtvermerks (Visum).