Bundesgerichtshof
Urt. v. 18.06.1970, Az.: III ZR 95/68
Anklage; Legalitätsprinzip; Ermessensentscheidungen; Tatverdacht; Beurteilungsspielraum
Bibliographie
- Gericht
- BGH
- Datum
- 18.06.1970
- Aktenzeichen
- III ZR 95/68
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1970, 11079
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Rechtsgrundlage
Fundstellen
- DB 1970, 1781-1782 (Volltext mit amtl. LS)
- DVBl 1970, 733-734 (Volltext mit amtl. LS u. Anm.)
- DÖV 1971, 176 (Kurzinformation)
- JZ 1970, 729-730 (Volltext mit amtl. LS)
- MDR 1970, 828 (Volltext mit amtl. LS)
- NJW 1970, 1543-1544 (Volltext mit amtl. LS)
- NJW 1971, 136 (amtl. Leitsatz)
- VersR 1970, 864-866 (Volltext mit red. LS)
Amtlicher Leitsatz
Die Entscheidung des Staatsanwaltes über die Erhebung einer Anklage im Bereich des Legalitätsprinzips und die anschließende Entscheidung des Richters über die Eröffnung des Hauptverfahrens sind keine Ermessensentscheidungen; beide Amtsträger haben vielmehr bei der Prüfung des hinreichenden Tatverdachtes einen unbestimmten Rechtsbegriff mit einem gewissen Beurteilungsspielraum anzuwenden.