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Bundesverfassungsgericht
Beschl. v. 06.07.2004, Az.: 1 BvL 5/97

Umfang der Differenzierungsmöglichkeiten im Hinblick auf den allgemeinen Gleichheitssatz; Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers bei der Abgrenzung begünstigter Personenkreise im Bereich der gewährenden Staatstätigkeit; Verhältnis von Ungleichbehandlung und rechtfertigendem Grund; Beschränkung des Art. l6 Abs. 1 Grundgesetz (GG) auf Deutsche; Umfang und Folgen der allgemeinen Pflicht des Staates zu einem Familienlastenausgleich; Zweck der Gewährung von Kindergeld; Anspruch von Ausländern ohne Aufenthaltsgenehmigung auf Kindergeldgewährung

Bibliographie

Gericht
BVerfG
Datum
06.07.2004
Aktenzeichen
1 BvL 5/97
Entscheidungsform
Beschluss
Referenz
WKRS 2004, 26226
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
[keine Angabe]

Verfahrensgang

vorgehend
LSG Nordrhein-Westfalen - 29.11.2002 - AZ: L 13 KG 51/02
LSG Nordrhein-Westfalen - 29.11.2002 - AZ: L 13 KG 52/02
LSG Nordrhein-Westfalen - 29.11.2002 - AZ: L 13 KG 55/02

Fundstellen

  • BVerfGE 111, 160 - 176
  • FamRB 2005, 64
  • HFR 2005, 162-164
  • SGb 2005, 235 (amtl. Leitsatz)
  • SGb 2005, 169 (amtl. Leitsatz)

Verfahrensgegenstand

des § 1 Abs. 3 Satz 1 des Bundeskindergeldgesetzes (BKGG) in der Fassung des Art. 5 Nr. 1 des Ersten Gesetzes zur Umsetzung des Spar-, Konsolidierungs- und Wachstumsprogramms (1. SKWPG) vom 21. Dezember 1993 (BGBl I S. 2353) - Aussetzungs- und Vorlagebeschlüsse des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen

a) vom 6. Dezember 1996 (L 13 Kg 105/94) in der Fassung des ergänzenden Beschlusses vom 29. November 2002 (L 13 KG 51/02) - 1 BvL 4/97 -,

b) vom 6. Dezember 1996 (L 13 Kg 24/95) in der Fassung des ergänzenden Beschlusses vom 29. November 2002 (L 13 KG 52/02) - 1 BvL 5/97 -,

c) vom 6. Dezember 1996 (L 13 Kg 60/95) in der Fassung des ergänzenden Beschlusses vom 29. November 2002 (L 13 KG 55/02) - 1 BvL 6/97 -

Amtlicher Leitsatz

Zur Nichtgewährung von Kindergeld in den Jahren 1994 und 1995 an Ausländer, die nicht über eine Aufenthaltserlaubnis oder Aufenthaltsberechtigung, sondern nur über eine Aufenthaltsbefugnis verfügten.

In der Verfassungsrechtlichen Prüfung
hat das Bundesverfassungsgericht - Erster Senat -
unter Mitwirkung
des Präsidenten Papier,
der Richterinnen Jaeger, Haas,
der Richter Hömig, Steiner,
der Richterin Hohmann-Dennhardt und
der Richter Hoffmann-Riem, Bryde
am 6. Juli 2004
beschlossen:

Tenor:

§ 1 Absatz 3 des Bundeskindergeldgesetzes in der Fassung des Ersten Gesetzes zur Umsetzung des Spar-, Konsolidierungs- und Wachstumsprogramms (1. SKWPG) vom 21. Dezember 1993 (Bundesgesetzblatt I Seite 2353) war nach Maßgabe der Entscheidungsgründe mit Artikel 3 Absatz 1 des Grundgesetzes unvereinbar.

Ersetzt der Gesetzgeber die verfassungswidrige Regelung nicht bis zum 1. Januar 2006 durch eine Neuregelung, ist auf noch nicht abgeschlossene Verfahren das bis zum 31. Dezember 1993 geltende Recht anzuwenden.

Hinweis: Verbundenes Verfahren

Volltext siehe unter:
BVerfG - 06.07.2004 - AZ: 1 BvL 4/97

Weitere Verbundverfahren:
BVerfG - 06.07.2004 - AZ: 1 BvL 6/97