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Bundesgerichtshof
Urt. v. 11.06.1992, Az.: III ZR 134/91

Amtsträger; Teilnahme am Straßenverkehr; Hoheitliche Befugnisse; Amtspflichtverletzung; Gemeinde; Verletzung der Verkehrssicherungspflicht; Übertragung der Pflicht auf Anlieger

Bibliographie

Gericht
BGH
Datum
11.06.1992
Aktenzeichen
III ZR 134/91
Entscheidungsform
Urteil
Referenz
WKRS 1992, 14513
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
[keine Angabe]

Verfahrensgang

vorgehend
OLG Celle

Fundstellen

  • BGHZ 118, 368 - 374
  • DAR 1993, 212 (Kurzinformation)
  • JurBüro 1992, 732 (Kurzinformation)
  • MDR 1992, 1032 (Volltext mit amtl. LS)
  • NJ 1992, 567 (amtl. Leitsatz)
  • NJW 1992, 2476-2477 (Volltext mit amtl. LS)
  • NJW-RR 1992, 1304 (amtl. Leitsatz)
  • NVwZ 1992, 1018 (amtl. Leitsatz)
  • NZV 1992, 357-359 (Volltext mit amtl. LS)

Redaktioneller Leitsatz

1. Nimmt der Amtsträger am allgemeinen Straßenverkehr teil, ohne daß er hoheitliche Befugnisse in Anspruch nimmt, so scheidet das Verweisungsprivileg des § 839 Abs. 1 Satz 2 BGB aus, für Amtspflichtverletzungen erfolgt eine volle Amtshaftung.

2. Diese Rechtsfolge gilt auch für eine Gemeinde, die die ihr obliegende Streu- und Räumpflicht auf die Anlieger abgewälzt hat, wenn sie ihre Kontrollpflicht verletzt.