Bundesverwaltungsgericht
Urt. v. 03.11.1994, Az.: BVerwG 3 C 17/92
Notfallrettung; Ungleichbehandlung Privater Rettungsdienste mit Gemeinnützigen; Verfassungsmäßigkeit
Bibliographie
- Gericht
- BVerwG
- Datum
- 03.11.1994
- Aktenzeichen
- BVerwG 3 C 17/92
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1994, 13239
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- VG Berlin 25.01.1989 - 1 A 275/86
- OVG Berlin - 12.02.1992 - AZ: 1 B 32/89
Rechtsgrundlagen
- § 5 Abs. 1 RettDG Bln
- Art. 3 Abs. 1 GG
- Art. 12 Abs. 1 GG
Fundstellen
- BVerwGE 97, 79 - 93
- DÖV 1995, 689-692 (Volltext mit amtl. LS)
- NJW 1995, 3067-3070 (Volltext mit amtl. LS)
- NVwZ 1996, 66 (amtl. Leitsatz)
- zfs 1995, 279-280 (Volltext mit amtl. LS)
Amtlicher Leitsatz
1. Es verstößt nicht gegen den Gleichheitssatz, daß der Landesgesetzgeber in § 5 I BerlRDG eine Regelung getroffen hat, die es erlaubt, den im einzelnen benannten Hilfsorganisationen wie dem Arbeiter-Samariter-Bund, der Deutschen Lebens-RettungsGesellschaft, dem Deutschen Roten Kreuz, der Johanniter-UnfallHilfe und dem Malteser-Hilfsdienst ohne weiteres die Notfallrettung zu übertragen, sonstigen privaten Einrichtungen aber nur, wenn sie geeignet sind, in besonderen Fällen soweit ein Bedarf besteht.
2. Die Erklärung der Notfallrettung im Lande Berlin zur Ordnungsausgabe durch den Landesgesetzgeber steht mit Art. 12 I GG in Einklang.