Bundesfinanzhof
Urt. v. 25.07.1995, Az.: VIII R 25/94
Anschaffungskosten; Teilwert; Beteiligung; Betriebsvermögen
Bibliographie
- Gericht
- BFH
- Datum
- 25.07.1995
- Aktenzeichen
- VIII R 25/94
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1995, 11472
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Rechtsgrundlagen
Fundstellen
- BFHE 178, 418 - 425
- BB 1995, 2574-2576 (Volltext mit amtl. LS)
- BB 1996, 50 (amtl. Leitsatz)
- BFH/NV 1996, 10
- BStBl II 1996, 684-687 (Volltext mit amtl. LS)
- DB 1995, 2570-2572 (Volltext mit amtl. LS)
- DB (Beilage) 1997, 8 (Kurzinformation)
- DStR 1995, 1954-1956 (Volltext mit amtl. LS)
- GmbHR 1996, 137-140 (Volltext mit amtl. LS)
- HFR 1996, 119-122 (Volltext mit amtl. LS)
- KÖSDI 1996, 10514-10514 (Kurzinformation)
- NJW 1996, 1982-1984 (Volltext mit amtl. LS)
Amtlicher Leitsatz
1. Die Lücke ist nach der Entstehungsgeschichte der Regelungen in §§ 6 I Nr. 5b, 17 EStG, ihrem Sinn und Zweck und der Systematik sowie zusätzlich aus Erwägungen der Praktikabilität in der Weise zu schließen, daß anstelle des niedrigeren Teilwerts die höheren ursprünglichen Anschaffungskosten anzusetzen sind.
2. § 6 I Nr. 5b EStG enthält eine planwidrige Gesetzeslücke in Fällen, in denen im Privatvermögen gehaltene, wertgeminderte wesentliche Beteiligungen in ein Betriebsvermögen eingelegt werden. Der nach § 17 EStG realisierbare Wertverlust darf nicht durch den Ansatz des niedrigeren Teilwerts endgültig verloren werden.