Bundesverwaltungsgericht
Urt. v. 15.12.1993, Az.: BVerwG 6 C 20/92
Arztrecht; Vorprüfung; Ausschluß; Unwürdigkeit; Unzulässigkeit; Famulus; Berufsfreiheit; Berufswahl
Bibliographie
- Gericht
- BVerwG
- Datum
- 15.12.1993
- Aktenzeichen
- BVerwG 6 C 20/92
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1993, 13101
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- VG Saarlouis 06.09.1989 - 1 K 27/89
- OVG Saarland - 17.12.1991 - AZ: 8 R 32/91
Rechtsgrundlagen
- § 11 Nr. 4 AppOÄ
- Art. 12 Abs. 1 GG
Fundstellen
- BVerwGE 94, 352 - 363
- DVBl 1994, 636-638 (Volltext mit amtl. LS)
- NJW 1994, 1601-1604 (Volltext mit amtl. LS)
- NVwZ 1994, 785 (amtl. Leitsatz)
Amtlicher Leitsatz
1. Ein Ausschluß wegen "Unwürdigkeit" und "Unzulässigkeit" von Ärztlichen Vorprüfung ist gem. § 11 Nr. 4 AppOÄ nur dann zulässig, wenn der Prüfung sich aus diesen Gründen speziell für die Tätigkeit als Famulus als ungeeignet erweist, die nach der Ärztlichen Vorprüfung auszuüben.
2. § 11 Nr. 4 AppOÄ ist mit dem Grundrecht auf Freiheit der Berufswahl (Art. 12 I GG) unvereinbar, wenn die Begriffe "Unwürdigkeit" und "Unzuverlässigkeit", die zum Ausschluß von der Ärztlichen Vorprüfung führen, verfassungskonform ausgelegt und angewendet werden.