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Bundesverfassungsgericht
Urt. v. 26.03.2017, Az.: 1 BvR 3156/15

Verfassungsbeschwerde betreffend das Gesetz zur Einführung einer Speicherpflicht und einer Höchstspeicherfrist für Verkehrsdaten (VerkdHSpFruSpPflEG)

Bibliographie

Gericht
BVerfG
Datum
26.03.2017
Aktenzeichen
1 BvR 3156/15
Entscheidungsform
Urteil
Referenz
WKRS 2017, 21958
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
ECLI:DE:BVerfG:2017:rk20170326.1bvr315615

Fundstellen

  • BB 2017, 897 (Pressemitteilung)
  • DVBl 2017, 3 (Pressemitteilung)
  • NVwZ 2017, 7 (Pressemitteilung)
  • ZD 2017, 300
  • ZD 2017, 11

In dem Verfahren
über
die Verfassungsbeschwerde
1. des Herrn M...,
2. des Herrn M...,
3. des Herrn R...,
4. des D... e.V.,
vertreten durch den Bundespräsidiumsvorsitzenden O...,
5. des Herrn O...,
6. des D... e.V.,
vertreten durch den ersten Vorsitzenden M...,
7. des Herrn M...,
8. des Herrn T...,
9. der Frau G...,
10. der Frau R...,
11. des Herrn D...,
12. des Herrn J...,
13. des Herrn Dr. H...,
14. des Herrn L...,
15. der Frau B...,
16. des Herrn G...,
17. des Herrn B...,
18. der Frau P...,
19. des Herrn L...,
20. des Herrn K...,
21. des Herrn D...,
22. des Herrn W...,
- Bevollmächtigte: Rechtsanwälte Carl Christian Müller, LL.M.,
und Sören Rößner, LL.M.,
in Sozietät MMR Müller, Müller,
Rößner Rechtsanwälte Partnerschaft,
Mauerstraße 66, 10117 Berlin -
gegen das Gesetz zur Einführung einer Speicherpflicht und einer Höchstspeicherfrist für Verkehrsdaten vom 10. Dezember 2015 (BGBl I S. 2218)
hier: Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung
hat die 3. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts durch
den Vizepräsidenten Kirchhof
und die Richter Masing,
Paulus
gemäß § 32 Abs. 1 in Verbindung mit § 93d Abs. 2 BVerfGG in der Fassung der Bekanntmachung vom 11. August 1993 (BGBl I S. 1473)
am 26. März 2017 einstimmig beschlossen:

Tenor:

Der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung wird abgelehnt.

Gründe

1

Auch nach der Entscheidung des Gerichtshofs der Europäischen Union (vgl. uGH, Urteil der Großen Kammer vom 21. Dezember 2016 - Rs. C-203/15 und C-698/15 -, Tele2 Sverige u.a., NJW 2017, S. 717 ff. [EuGH 21.12.2016 - C-203/15]) stellen sich hinsichtlich der verfassungsrechtlichen Bewertung der hier angegriffenen Regelung sowie der Folgen, die sich aus jener Entscheidung hierfür ergeben, Fragen, die nicht zur Klärung im Eilrechtsschutzverfahren geeignet sind. Insoweit ist über den Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung unverändert auf der Grundlage einer Folgenabwägung zu entscheiden, wie in den Beschlüssen der 3. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts vom 8. Juni 2016 (vgl. 1 BvQ 42/15 und 1 BvR 229/16, www.bverfg.de, Rn. 12 ff.) geschehen. Dieser Entscheidung stehen auch nicht die Anforderungen des Unionsrechts an nationale Bestimmungen für den Erlass vorläufiger Maßnahmen zur Aussetzung der Anwendung nationaler Bestimmungen bei Unionsrechtswidrigkeit entgegen (vgl. EuGH, Urteil der Großen Kammer vom 13. März 2007 - Rs. C-432/05 -, Unibet [London] Ltd. u.a. gegen Justitiekanslern, NJW 2007, S. 3555 <3559 Rn. 83>).

2

Von einer weiteren Begründung wird nach § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.

3

Diese Entscheidung ist unanfechtbar.

Kirchhof
Masing
Paulus