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Bundesverfassungsgericht
Beschl. v. 14.05.1963, Az.: 2 BvR 516/62

Objektive Verfassungsnorm; Subjektives Recht; Rechtsmittelgerichte; Benachrichtigungspflicht nach Art. 104 Abs. 4GG

Bibliographie

Gericht
BVerfG
Datum
14.05.1963
Aktenzeichen
2 BvR 516/62
Entscheidungsform
Beschluss
Referenz
WKRS 1963, 10279
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
[keine Angabe]

Verfahrensgang

vorgehend
OLG Frankfurt/M. 05.02.1961 - 1 Ws 66/62
OLG Frankfurt/M. 27.02.1962 - 1 Ws 109/62
OLG Frankfurt/M. 25.06. 1962 - 1 Ws 376/62
LG Frankfurt/M. 02.05., 01.06. und 13.07.1962 - 8 KLs 13/61

Fundstellen

  • BVerfGE 16, 119 - 124
  • BayVBl 1964, 14
  • DÖV 1965, 393 (amtl. Leitsatz)
  • JZ 1963, 704-705 (Volltext mit amtl. LS)
  • MDR 1963, 820-821 (Volltext mit amtl. LS)
  • NJW 1963, 1820-1821 (Volltext mit amtl. LS)

Redaktioneller Leitsatz

1. Art. 104 Abs. 4 GG verleiht zugleich dem Festgehaltenen ein subjektives Recht darauf, daß die Vorschrift beachtet wird und ist somit nicht nur eine objektive Verfassungsnorm, die dem Richter eine Verpflichtung auferlegt.

2. Auch Entscheidungen der Rechtsmittelgerichte, die eine Haftbeschwerde abweisen, lösen die Benachrichtigungspflicht nach Art. 104 Abs. 4 GG aus.

3. Die Haft oder ihre Fortdauer ordnet der Richter an, dessen Benachrichtigung nach Art. 104 Abs. 4 GG ihm obliegt.