Bundesgerichtshof
Urt. v. 08.05.1973, Az.: IV ZR 8/72
Grundstückskaufvertrag; Minderjähriger; Haftungsübernahme; Genehmigung des Vormundschaftsgerichts; Kaufvertragsgenehmigung; Gesamtschuld; Vormundschaftsgerichtliche Genehmigung; Maklervertrag; Provisionspflicht; Versagung der vormundschaftsgerichtlichen Genehmigung; Allgemeine Geschäftsbedingungen
Bibliographie
- Gericht
- BGH
- Datum
- 08.05.1973
- Aktenzeichen
- IV ZR 8/72
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1973, 11099
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Rechtsgrundlagen
Fundstellen
- BGHZ 60, 385 - 391
- DB 1973, 1342-1343 (Volltext mit amtl. LS)
- DB 1973, 1344-1345 (Volltext mit amtl. LS)
- DNotZ 1973, 618-620
- MDR 1973, 749 (Volltext mit amtl. LS)
- NJW 1973, 1276-1278 (Volltext mit amtl. LS) "Provision des Maklers bei Versagung"
- VersR 1973, 760-762 (Volltext mit red. LS)
Amtlicher Leitsatz
1. Übernimmt ein Minderjähriger in einem Grundstückskaufvertrag, durch den er und sein Vater sich zum Ankauf je eines Miteigentumsanteils verpflichten, gesamtschuldnerisch die Haftung für die Kaufpreisschuld des Vaters, so bedarf der Vertrag gemäß §§ 1643 Abs. 1, 1822 Nr. 10 BGB der vormundschaftsgerichtlichen Genehmigung.
2. Ein Makler kann nicht durch Aufnahme einer entsprechenden Bestimmung in seine AGB erreichen, daß der Auftraggeber auch dann provisionspflichtig ist, wenn dem vom Makler vermittelten Vertrag mit einem Minderjährigen die notwendige vormundschaftsgerichtliche Genehmigung versagt wird.