Bundesarbeitsgericht
Urt. v. 07.12.1983, Az.: 5 AZR 425/80
Geltendmachung von Ansprüchen
Bibliographie
- Gericht
- BAG
- Datum
- 07.12.1983
- Aktenzeichen
- 5 AZR 425/80
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1983, 10036
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- ArbG Frankfurt 03.01.1980 - 5 Ca 221/79
- LAG Frankfurt 16.06.1980 - 1 Sa 195/80
Rechtsgrundlagen
- § 4 TVG
- § 1 Abs. 1 S. 2 LohnFG
- § 6 Abs. 1 S. 1 LohnFG
- § 404 BGB
- § 412 BGB
- § 182 Abs. 10 RVO
- § 115 Abs. 1 SGB X
- § 16 BRTV-Bau 1978
Fundstellen
- BAGE 44, 337 - 344
- DB 1984, 996
Amtlicher Leitsatz
1. § 16 BRTV-Bau enthält eine zweistufige Ausschlußklausel. Der Gläubiger muß beide Fristen wahren, wenn er sich seinen Anspruch erhalten will.
2. Die Frist für die gerichtliche Geltendmachung eines Anspruchs (§ 16 Abs. 2 BRTVBau) beginnt erst, wenn der Schuldner nach der schriftlichen Geltendmachung (§ 16 Abs. 1 BRTV-Bau) den Anspruch ablehnt oder sie innerhalb von zwei Wochen nach der schriftlichen Geltendmachung nicht erklärt.
3. Der Schuldner kann ohne voraufgegangene schriftliche Geltendmachung des Gläubigers nicht durch die Erklärung, er lehne die Forderung ab, die Frist für die gerichtliche Geltendmachung in Lauf setzen.