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Bundesverwaltungsgericht
Urt. v. 09.05.1990, Az.: BVerwG 1 D 54/89

Bindungswirkung bei der Berufung; Disziplinarrecht ; Anschuldigungsschrift; Bundesdisziplinaranwalt; Beamter ; Beamtenrechtliche Sorgfaltspflichtverletzung

Bibliographie

Gericht
BVerwG
Datum
09.05.1990
Aktenzeichen
BVerwG 1 D 54/89
Entscheidungsform
Urteil
Referenz
WKRS 1990, 12384
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
[keine Angabe]

Verfahrensgang

vorgehend
BDiG Frankfurt 05.07.1989 - XVI VL 11/89

Fundstellen

  • BVerwGE 86, 279 - 282
  • DVBl 1990, 1228 (Volltext mit amtl. LS)
  • NJW 1990, 3289-3290 (Volltext mit amtl. LS)
  • NVwZ 1991, 172 (amtl. Leitsatz)
  • ZBR 1991, 92-93

Amtlicher Leitsatz

1. An die rechtliche Würdigung des Sachverhalts in der Anschuldigungsschrift ist der Bundesdisziplinaranwalt bei seiner Berufung nicht gebunden.

2. Wird ein Beamter vom Strafgericht mit der Begründung freigesprochen, bestimmte ihm zur Last gelegte Verhaltensweisen stellten keine Sorgfaltspflichtverletzung dar, so steht der Freispruch einer Disziplinarverfolgung wegen dieses Verhaltens unter dem Gesichtspunkt, der Beamte habe hierdurch seine beamtenrechtliche Sorgfaltspflicht verletzt, entgegen.