Bundesverfassungsgericht
Beschl. v. 26.05.1976, Az.: 2 BvR 294/76
Durchsuchungsbefehl; Inhalt des Tatvorwurfs; Inhalt der Beweismittel; Rechtsstaatliche Anforderungen; Strafverfolgung
Bibliographie
- Gericht
- BVerfG
- Datum
- 26.05.1976
- Aktenzeichen
- 2 BvR 294/76
- Entscheidungsform
- Beschluss
- Referenz
- WKRS 1976, 11080
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- AG München 08.08.1972 - ER VII Gs 3329/72
- LG München I 11.08.1972 - XVII Qs 120/72
Rechtsgrundlagen
Fundstellen
- BVerfGE 42, 212 - 223
- DB 1976, 2087-2088 (Urteilsbesprechung von RA Dr. W. Endriss)
- DRiZ 1976, 318
- JZ 1976, 532-534
- MDR 1977, 113-114 (Volltext mit amtl. LS)
- NJW 1976, 1735-1736 (Volltext mit amtl. LS)
Redaktioneller Leitsatz
Ein auf § 102 StPO gestützter schriftlicher Durchsuchungsbefehl wird rechtsstaatlichen Anforderungen jedenfalls dann nicht gerecht, wenn solche Kennzeichnungen nach dem Ergebnis der Ermittlungen ohne weiteres möglich und den Zwecken der Strafverfolgungnicht abträglich sind.
Dieser Durchsuchungsbefehl darf keinerlei tatsächliche Angaben über den Inhalt des Tatvorwurfs enthalten und zudem weder die Art noch den denkbaren Inhalt der Beweismittel haben, denen die Durchsuchung gilt.