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Bundesarbeitsgericht
Urt. v. 16.11.1979, Az.: 2 AZR 1052/77

Arbeitsvertragsparteien; Kündbarkeit des Vertrages; Vertragslücke; Erkennbarer Willen beider Parteien; Kommanditist; Vernehmung als Zeuge; Prokura

Bibliographie

Gericht
BAG
Datum
16.11.1979
Aktenzeichen
2 AZR 1052/77
Entscheidungsform
Urteil
Referenz
WKRS 1979, 10085
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
[keine Angabe]

Verfahrensgang

vorgehend
ArbG Siegen 06.05.1977 - 1 Ca 1231/76
LAG Hamm 30.09.1977 - 5 Sa 805/77

Fundstellen

  • BB 1980, 580
  • DB 1980, 935-936 (Volltext mit amtl. LS)
  • DB 1980, 934-935 (Volltext mit amtl. LS)

Amtlicher Leitsatz

1. Lassen die Arbeitsvertragsparteien die Kündbarkeit des Vertrages ungeregelt, dann darf diese Vertragslücke nicht ohne weiteres mit der abdingbaren gesetzlichen Vorschrift des BGB § 622 ausgefüllt werden; vielmehr kann der Vertrag nach dem erkennbaren Willen beider Parteien mit einer anderen Regelung der Kündbarkeit zu ergänzen sein (im Anschluß an BAG 26.01.1967 2 AZR 15/66 = AP Nr. 2 zu § 611 BGB Vertragsabschluß).

2. Der Kommanditist kann im Rechtsstreit der Gesellschaft auch dann als Zeuge vernommen werden, wenn ihm Prokura erteilt ist (im Anschluß an BGH 27.09.1965 II ZR 239/63 = LM Nr. 4 zu § 373 ZPO).