Bundesverwaltungsgericht
Urt. v. 27.06.1995, Az.: BVerwG 2 WD 3/95
Soldatenrecht; Stabsgefreiter; Dienstvergehen; Dienstgradherabsetzung; Beteiligung bei einer Straftat; Disziplinarrechtliche Ahndung
Bibliographie
- Gericht
- BVerwG
- Datum
- 27.06.1995
- Aktenzeichen
- BVerwG 2 WD 3/95
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1995, 13794
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- TDiG Süd Ulm 28.09.1994 - S 8 VL 5/94
Rechtsgrundlagen
- § 57 Abs. 1 WDO
- § 59 Abs. 1 WDO
- § 10 Abs. 1 SoldG
- § 54 Abs. 2 WDO
Fundstellen
- BVerwGE 103, 246 - 248
- NVwZ 1996, 601-602 (Volltext mit amtl. LS)
Amtlicher Leitsatz
1. Der Dienstgrad des Stabsgefreiten oder Stabsgefreiten der Reserve kann einem Soldaten, der ein schweres Dienstvergehen begangen hat, bei der Bemessung einer Dienstgradherabsetzung grundsätzlich nicht zuerkannt werden.
2. Wirkt ein Soldat als "Anstifter" oder "Gehilfe" an Zugriffshandlungen eines Kameraden auf Eigentum oder Vermögen des Dienstherrn mit, unterliegt er grundsätzlich derselben disziplinarrechtlichen Ahndung wie der Täter.