Bundesverfassungsgericht
Beschl. v. 30.06.1976, Az.: 2 BvR 164/76
Äußerungsfrist; Grundsatzes der Subsidiarität; Verfassungsbeschwerde; Beschlußverfahren
Bibliographie
- Gericht
- BVerfG
- Datum
- 30.06.1976
- Aktenzeichen
- 2 BvR 164/76
- Entscheidungsform
- Beschluss
- Referenz
- WKRS 1976, 11084
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- AG Mettmann 28.01.1976 - 30 OWi 538/75
Rechtsgrundlagen
Fundstellen
- BVerfGE 42, 243 - 252
- DRiZ 1976, 318
- DÖV 1976, 681-682 (amtl. Leitsatz)
- JZ 1977, 21
- MDR 1977, 202-203 (Volltext mit amtl. LS)
- NJW 1976, 1837-1839 (Volltext mit amtl. LS)
Redaktioneller Leitsatz
1. Wenn ein Gericht - auch versehentlich - vor Ablauf einer einem Beteiligten gesetzten Äußerungsfrist entscheidet, so verstößt dies gegen Art. 103 Abs. 1 GG.
2. Eine Verankerung des Grundsatzes der Subsidiarität der Verfassungsbeschwerde ist im Verfassungsrecht enthalten.
3. § 33a StPO ist zum Rechtsweg im Sinne des § 90 Abs. 2 BVerfGG (BVerfGE 33, 192 [194]) zu zählen; die Vorschrift ist so auszulegen und anzuwenden, daß sie jede Nichtbeachtung des Art. 103 Abs. 1 GG in den Beschlußverfahren, auf die sie
anwendbar ist, ausschließt.