Bundesarbeitsgericht
Beschl. v. 20.09.1990, Az.: 1 ABR 37/90
Betriebsrat; Mitbestimmungsrecht
Bibliographie
- Gericht
- BAG
- Datum
- 20.09.1990
- Aktenzeichen
- 1 ABR 37/90
- Entscheidungsform
- Beschluss
- Referenz
- WKRS 1990, 10087
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- LAG Frankfurt/M. 16.01.1990 - 4 TaBV 123/89
Rechtsgrundlagen
Fundstellen
- BAGE 66, 57 - 71
- AuA 2007, 412 (Kurzinformation)
- AuR 1991, 62 (amtl. Leitsatz)
- BB 1991, 418 (amtl. Leitsatz)
- BB 1991, 1263-1264 (amtl. Leitsatz)
- BB 1991, 550-551 (Volltext mit amtl. LS)
- DB 1991, 335-338 (Volltext mit amtl. LS)
- DStR 1991, 625 (amtl. Leitsatz)
- MDR 1991, 563-564 (Volltext mit amtl. LS)
- NZA 1991, 195-199 (Volltext mit amtl. LS)
- RdA 1991, 61 (amtl. Leitsatz)
Amtlicher Leitsatz
1. Der Betriebsrat hat mitzubestimmen, wenn ein Arbeitnehmer auf Dauer in einen anderen Betrieb des Arbeitgebers versetzt wird. Dieses Mitbestimmungsrecht entfällt nur dann, wenn der Arbeitnehmer mit dieser Versetzung einverstanden ist.
2. Ein das Mitbestimmungsrecht des Betriebsrats ausschließendes Einverständnis liegt nur dann vor, wenn der Arbeitnehmer die Versetzung selbst gewünscht hat oder diese seinen Wünschen und seiner freien Entscheidung entspricht (insoweit Aufgabe der Entscheidung des Sechsten Senats vom 30. April 1981 -- 6 ABR 59/78 -- BAGE 35, 228 [BAG 30.04.1981 - 6 ABR 59/78] = AP Nr. 12 zu § 99 BetrVG 1972).