Bundesverwaltungsgericht
Urt. v. 14.11.1996, Az.: BVerwG 4 B 205/96
Verunreinigung eines Grundstücks; Grundwasser; Gefahrenbeseitigung; Zustandsverantwortlicher; Grundsatz der Verhältnismäßigkeit
Bibliographie
- Gericht
- BVerwG
- Datum
- 14.11.1996
- Aktenzeichen
- BVerwG 4 B 205/96
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1996, 12703
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- VG Schleswig 05.10.1995 - 6 A 276/95
- OVG Schleswig 01.08.1996 - 2 L 366/95
Rechtsgrundlagen
- Art. 14 Abs. 1 S. 2 GG
- Art. 14 Abs. 2 GG
- § 110 Abs. 1 WasG SH
- § 219 VwG SH
Fundstellen
- DVBl 1997, 573 (amtl. Leitsatz)
- DÖV 1997, 885 (amtl. Leitsatz)
- IBR 1997, 165 (Volltext mit amtl. LS u. Anm.)
- NJ 1997, 335 (amtl. Leitsatz)
- NJW 1997, 2192 (amtl. Leitsatz)
- NVwZ 1997, 577-578 (Volltext mit amtl. LS)
- NuR 1997, 399 (Volltext mit amtl. LS)
- ZfW 1998, 303-305
Amtlicher Leitsatz
Eine landesrechtliche Regelung, nach der der Eigentümer eines durch Teer- und Mineralöle verunreinigten Grundstücks als des Zustandsverantwortlichen für Maßnahmen zur Beseitigung von Gefahren für das Grundwasser in Anspruch genommen werden kann, wenn er beim Erwerb des Grundstücks von dem ordnungswidrigen Zustand wußte oder doch zumindest Tatsachen kannte, die auf das Vorhandensein eines solchen Zustandes schließen lassen konnten, ist eine - auch unter dem Gesichtspunkt des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit - zulässige Inhalts- und Schrankenbestimmung des Eigentums (im Anschluß an den Beschluß des Bundesverwaltungsgerichts vom 14. November 1990 - BVerwG 7 B 134.90 - NVwZ 1991, 475).