Bundesarbeitsgericht
Urt. v. 22.12.1971, Az.: 1 AZR 180/71
Lohnfortzahlungsanspruch; Erwerbsunfähigkeit; Ausschlußfrist
Bibliographie
- Gericht
- BAG
- Datum
- 22.12.1971
- Aktenzeichen
- 1 AZR 180/71
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1971, 10101
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- LAG Hamm - 09.03.1971 - AZ: 7 Sa 36/71
Rechtsgrundlagen
- § 1 LohnFG
- § 6 LohnFG
- § 404 BGB
- § 412 BGB
- § 320 Abs. 1 ZPO
- § 9 BRTV-Bau
Fundstellen
- BAGE 24, 84 - 90
- DB 1972, 733 (Volltext mit amtl. LS)
- DB 1972, 1300 (Volltext mit amtl. LS)
- MDR 1972, 545 (amtl. Leitsatz)
- NJW 1972, 888 (amtl. Leitsatz)
Amtlicher Leitsatz
1. Der erkrankte Arbeiter hat auch dann einen Lohnfortzahlungsanspruch nach § 6 Abs. 1 Satz 1 LohnFG, wenn die Krankheit seine Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit zur Folge hat.
2. Die Anwendung des § 6 LohnFG setzt eine wirksame Beendigung des Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitgeber voraus.
3. Sichert der Schuldner zu, daß er den Anspruch auch ohne fristgerechte Geltendmachung erfüllen werde, so kann er sich auf die Versäumung einer tariflichen Ausschlußfrist durch den Gläubiger nicht berufen (Bestätigung von BAG 14, 140 [146] = AP Nr. 9 zu § 59 BetrVG).