Bundesarbeitsgericht
Urt. v. 22.02.1978, Az.: 5 AZR 801/76
Fürsorgepflicht; Betriebsbuße; Schriftliche Verwarnung; Kündigungsandrohung; Klagebefugnis; Ungerechtfertigter Vorwurf; Mitbestimmungspflichtige Betriebsbuße
Bibliographie
- Gericht
- BAG
- Datum
- 22.02.1978
- Aktenzeichen
- 5 AZR 801/76
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1978, 10144
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Rechtsgrundlagen
- § 611 BGB
- § 133 BGB
- § 87 BetrVG 1972
- Art. 72 PersVG Bayern vom 29. April 1974
- Art. 76 Abs. 1 Nr. 3 PersVG Bayern vom 29. April 1974
- Art. 83 PersVG Bayern vom 29. April 1974
- § 18 StGB
Fundstellen
- DB 1978, 1548-1549 (Volltext mit amtl. LS)
- NJW 1978, 2263 (amtl. Leitsatz)
Amtlicher Leitsatz
Hat der Arbeitgeber ein angeblich vertragswidriges Verhalten seines Arbeitnehmers zum Anlaß genommen, ihm eine formelle schriftliche Verwarnung mit Kündigungsandrohung für den Wiederholungsfall zu erteilen, so kann der Arbeitnehmer sich dagegen mit einer Klage zur Wehr setzen, wenn der Vorwurf ungerechtfertigt ist. Ob die Verwarnung in dem entschiedenen Fall als mitbestimmungspflichtige Betriebsbuße anzusehen war, bleibt offen.