Bundesverfassungsgericht
Urt. v. 01.10.1987, Az.: 2 BvR 1165/86
Untersuchungsausschuß; Zeuge; Aussageverweigerung; Ordnungsgeld; Beugehaft
Bibliographie
- Gericht
- BVerfG
- Datum
- 01.10.1987
- Aktenzeichen
- 2 BvR 1165/86
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1987, 12203
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Rechtsgrundlage
Fundstellen
- BVerfGE 76, 363 - 394
- NJW 1988, 897-900 (Volltext mit amtl. LS) "Fall "Lappas""
- NVwZ 1988, 429 (amtl. Leitsatz)
Amtlicher Leitsatz
Die den parlamentarischen Untersuchungsausschüssen verfassungsrechtlich eingeräumte Befugnis, die erforderlichen Beweise in sinngemäßer Anwendung der Vorschriften über den Strafprozeß zu erheben, berechtigt sie auch, gegen den Zeugen, der grundlos das Zeugnis verweigert, Ordnungsgeld festzusetzen und zur Erzwingung des Zeugnisses die Anordnung der Haft beim zuständigen Gericht zu beantragen.