Bundesverwaltungsgericht
Urt. v. 08.03.1984, Az.: BVerwG 9 B 15204/82
Verwaltungsgerichtsverfahren; Widereinsetzung; Asylstreiverfahren; Rechtsbehelfsfrist; Versäumung
Bibliographie
- Gericht
- BVerwG
- Datum
- 08.03.1984
- Aktenzeichen
- BVerwG 9 B 15204/82
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1984, 11899
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- VG Karlsruhe 10.02.1982 - A 10 K 1180/80
- VGH Mannheim 21.09.1982 - A 12 S 843/82
Rechtsgrundlage
Fundstellen
- DVBL 1984, 781-782 (Volltext mit amtl. LS)
- DVBl 1984, 781-782 (Volltext mit amtl. LS)
- NVwZ 1984, 521
Amtlicher Leitsatz
1. Die Versäumung einer Rechtsbehelfsfrist in Asylstreitverfahren beruht grundsätzlich nicht auf Hinderungsgründen im Sinne von § 60 VwGO, wenn der Prozeßbevollmächtigte des Asylbewerbers von der Einlegung des Rechtsbehelfs absieht, obwohl er nach der ihm erteilten Prozeßvollmacht auch ohne besondere Weisung zu allen den Rechtsstreit betreffenden Prozeßhandlungen ermächtigt war.
2. Wird die Ablehnung des Asylantrags durch eine dafür örtlich nicht zuständige Ausländerbehörde zugestellt, so führt dies für sich allein weder zur Unwirksamkeit oder zur Aufhebbarkeit der Asylentscheidung noch zur Unwirksamkeit auch nur der Zustellung.