Bundesverfassungsgericht
Beschl. v. 24.03.1964, Az.: 2 BvR 42/63
Gesetzlicher Richter; Gericht als organisatorische Einheit; Gericht als Spruchkörper; Bestimmung des gesetzlichen Richters
Bibliographie
- Gericht
- BVerfG
- Datum
- 24.03.1964
- Aktenzeichen
- 2 BvR 42/63
- Entscheidungsform
- Beschluss
- Referenz
- WKRS 1964, 10239
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- LG Mosbach 03.01.1963 - OH 59/62
Rechtsgrundlage
Fundstellen
- BVerfGE 17, 294 - 302
- DB 1964, 546-547 (Volltext mit amtl. LS)
- DVBl 1964, 395-397 (Volltext mit amtl. LS)
- DÖV 1964, 415-416 (Volltext mit amtl. LS)
- JZ 1965, 57-58 (Volltext mit amtl. LS u. Anm.)
- MDR 1964, 569-570 (Volltext mit amtl. LS)
- NJW 1964, 2007 (amtl. Leitsatz)
- NJW 1964, 1667 (amtl. Leitsatz mit Anm.)
- NJW 1964, 1020-1021 (Volltext mit amtl. LS)
Redaktioneller Leitsatz
Weitere Verfahren: 2 BvR 83/63; 2 BvR 89/63
1. Nicht nur der zur Entscheidung im Einzelfall berufene Richter ist gesetzlicher Richter im Sinne des Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG, sondern ebenso das Gericht als organisatorische Einheit oder das erkennende Gericht als Spruchkörper, vor dem verhandelt und von dem die einzelne Sache entschieden wird.
2. Welcher Spruchkörper und welche Richter zur Entscheidung des Einzelfalls berufen wird, muß direkt aus dem Zweck des Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG folgen, sodaß die Regelungen, die der Bestimmung des gesetzlichen Richters dienen, von vornherein so eindeutig wie möglich bestimmen sind.