Bundesarbeitsgericht
Urt. v. 31.05.1990, Az.: 8 AZR 161/89
Invaliditätsgrund; Tarifbestimmung; Jahresurlaub; Urlaubsabgeltungsanspruch
Bibliographie
- Gericht
- BAG
- Datum
- 31.05.1990
- Aktenzeichen
- 8 AZR 161/89
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1990, 10136
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- LAG Schlesw.-H. 18.01.1989 - 5 Sa 583/88
Rechtsgrundlagen
- § 7 BUrlG
- § 7 Abs. 4 BUrlG
- § 9 BUrlG
- § 1 TVG: Metallindustrie
- § 10 MTV für gewerbliche Arbeitnehmer und Angestellte der Metallindustrie in Hamburg, Schleswig-Holstein und den Landkreisen Harburg und Stade vom 29. Februar 1988
Fundstellen
- AuR 1990, 360 (amtl. Leitsatz)
- BB 1990, 2120-2121 (Volltext mit amtl. LS)
- BB 1990, 2051 (amtl. Leitsatz)
- DB 1990, 2429-2430 (Volltext mit amtl. LS)
- NZA 1990, 942-943 (Volltext mit amtl. LS)
- RdA 1990, 318
- ZTR 1990, 526 (amtl. Leitsatz)
Amtlicher Leitsatz
Eine Tarifbestimmung, nach der ein aus Alters- oder Invaliditätsgründen in der ersten Hälfte des Kalenderjahres aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidender Arbeitnehmer mit zehnjähriger ununterbrochener Betriebszugehörigkeit den vollen Jahresurlaub erhält, begünstigt den Arbeitnehmer nur hinsichtlich der Urlaubsdauer. Aus einer solchen Regelung ergibt sich nicht, daß der Arbeitgeber den Urlaubsabgeltungsanspruch erfüllen muß, wenn der krankheitsbedingt arbeitsunfähige Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses seine Arbeitsfähigkeit nicht wiedererlangt.