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Bundesverwaltungsgericht
Urt. v. 16.04.1985, Az.: BVerwG 9 C 109/84

Verwaltungsgerichtsverfahren; Asylstreitsache; Politische Verfolgung; Aufklärungspflicht; Politische Straftaten

Bibliographie

Gericht
BVerwG
Datum
16.04.1985
Aktenzeichen
BVerwG 9 C 109/84
Entscheidungsform
Urteil
Referenz
WKRS 1985, 12361
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
[keine Angabe]

Verfahrensgang

vorgehend
VG Hamburg 17.02.1982 - 14 VG 518/81
OVG Hamburg 19.12.1983 - Bf V 161/82

Fundstellen

  • BVerwGE 71, 180 - 183
  • DVBl 1985, 956-959 (Volltext mit amtl. LS)
  • NVwZ 1985, 658-661 (Volltext mit amtl. LS)

Amtlicher Leitsatz

1. Auch in Asylstreitsachen muß das Gericht die volle Überzeugung von der Wahrheit - und nicht etwa nur von der Wahrscheinlichkeit - des vom Kläger behaupteten individuellen Schicksals erlangen, aus dem er seine Furcht vor politischer Verfolgung herleitet (im Anschluß an BVerwGE 55, 82 = NJW 1978, 2463 [BVerwG 29.11.1977 - 1 C 33/71]).

2. Zur Auslegung des Begriffs der politischen Verfolgung in Art. 16 II 2 GG und zu den Anforderungen an die verwaltungsgerichtliche Aufklärung der politischen Verfolgungsmotivation bei sogenannten politischen Straftaten (wie BVerwGE 67, 184 = NVwZ 1983, 674 = NJW 1983, 2782 L und BVerwGE 67, 195 = NVwZ 1983, 678 sowie ständige Rechtsprechung).