Bundesverfassungsgericht
Urt. v. 29.04.2003, Az.: 1 BvR 62/99
Verfassungsmäßigkeit der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts (BAG) zum Tendenzschutz in verbundenen Unternehmen; Arbeitsrechtliche Belange zum Schutz der Arbeitnehmer als Schrankenbestimmungen i.S.d. Art. 5 Abs. 2 Grundgesetz (GG); Abschirmung des Grundrechts der Pressefreiheit vor einer Beeinträchtigung durch allgemeine betriebliche Mitbestimmungsrechte; Verfassungskonforme Auslegung des § 118 Abs. 1 S. 1 Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG); Anwendbarkeit des § 118 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 BetrVG und Erstreckung des Tendenzschutzes auf das abhängige Unternehmen; Abhängigkeit der Einschränkung der publizistischen Freiheit durch eine mitbestimmungsbedürftige Maßnahme von den konkreten Auswirkungen auf die Tendenzwirkung
Bibliographie
- Gericht
- BVerfG
- Datum
- 29.04.2003
- Aktenzeichen
- 1 BvR 62/99
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 2003, 30872
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Rechtsgrundlagen
- § 118 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 BetrVG
- § 5 Abs. 1 S. 2 GG
- Art. 5 Abs. 2 GG
Fundstellen
- AfP 2003, 424-426 (Volltext mit red. LS)
- AiB 2012, 51
- ArbRB 2004, 44 (Volltext mit amtl. LS)
- NJW 2003, 3189-3190 (Volltext mit red. LS)
- NVwZ 2004, 209 (red. Leitsatz)
- NZA 2003, 864-865 (Volltext mit amtl. LS)
Redaktioneller Leitsatz
Verfassungsrechtliche Gründe gebieten es nicht, den durch § 118 Abs. 1 S. 1 BetrVG normierten Tendenzschutz auf ein abhängiges Unternehmen zu erstrecken, da dieses die Tendenz nicht erarbeitet und die Tendenzverwirklichung nicht beeinflusst.