Festgeldpro – BaFin warnt vor mehreren Festgeld-Websites

27.07.2026 3 Aufrufe Autor: Arthur Wilms
Die BaFin warnt vor festgeldpro.de, festgeldpro.com und festgeld-focus.de

Wer über Festgeldpro oder Festgeld Focus auf ein vermeintlich attraktives Festgeldangebot aufmerksam geworden ist, sollte derzeit besonders vorsichtig sein. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt vor den Websites festgeldpro.de, festgeldpro.com und festgeld-focus.de sowie vor E-Mails, die unter anderem über info@festgeldpro.de und kontakt@festgeldpro.de versendet werden.

Nach der BaFin-Mitteilung bieten die Betreiber der Websites ohne die erforderliche Erlaubnis Festgeldanlagen an. Die Finanzaufsicht weist allgemein darauf hin, dass Bankgeschäfte und Finanzdienstleistungen in Deutschland nicht ohne die erforderliche Erlaubnis betrieben werden dürfen.

Festgeldpro – Was ist bekannt?

Die Warnung betrifft gleich mehrere Internetadressen:

festgeldpro.de
festgeldpro.com
festgeld-focus.de

Darüber hinaus nennt die BaFin E-Mail-Adressen wie info@festgeldpro.de und kontakt@festgeldpro.de sowie weitere ähnlich aufgebaute Adressen.

Für Verbraucher ist dies wichtig, weil sich das Angebot offenbar nicht auf eine einzige Domain beschränkt. Wer bereits Kontakt hatte, sollte deshalb sämtliche verwendeten Internet- und E-Mail-Adressen dokumentieren.

Die BaFin warnt regelmäßig vor unerlaubten Festgeldangeboten. Dabei können professionell gestaltete Internetseiten und Vertragsunterlagen den Eindruck eines seriösen Finanzvermittlers vermitteln. Eine ansprechend gestaltete Website sagt jedoch nichts darüber aus, ob tatsächlich eine aufsichtsrechtliche Erlaubnis besteht.

Gerade bei Festgeld ist zudem zu unterscheiden, ob ein Verbraucher tatsächlich unmittelbar bei einer Bank ein Konto eröffnet oder lediglich Geld auf ein Konto überweist, das ihm von einem vermeintlichen Vermittler genannt wurde.

Festgeldpro – Betrug?

Ob die Verantwortlichen hinter festgeldpro.de, festgeldpro.com und festgeld-focus.de strafrechtlich wegen Betrugs verantwortlich sind, müssen letztlich die Ermittlungsbehörden und Gerichte klären.

Die BaFin-Warnung ist jedoch ein erhebliches Warnsignal. Nach den Erkenntnissen der Behörde werden Festgeldanlagen ohne erforderliche Erlaubnis angeboten.

Aus vergleichbaren Festgeldbetrugsfällen kennen wir ein Vorgehen, bei dem Anleger zunächst mit überdurchschnittlich attraktiven Zinssätzen angesprochen werden. Anschließend erhalten sie vermeintliche Anlageunterlagen und sollen einen größeren Betrag auf ein genanntes Konto überweisen.

Ob dieses Vorgehen im konkreten Fall bei Festgeldpro oder Festgeld Focus angewendet wurde, muss individuell geprüft werden.

Besondere Vorsicht ist angebracht, wenn der angebliche Vermittler zeitlichen Druck erzeugt. Aussagen wie „Das Angebot gilt nur noch heute“ oder „Das Kontingent ist nahezu ausgeschöpft“ sollten nicht dazu führen, dass ein fünf- oder sechsstelliger Betrag ohne unabhängige Prüfung überwiesen wird.

Existiert das angebliche Festgeldkonto wirklich?

Eine zentrale Frage lautet, ob das Geld tatsächlich auf einem Festgeldkonto im Namen des Anlegers angelegt wurde.

Wer bereits investiert hat, sollte deshalb nicht nur auf einen Vertrag oder eine angebliche Kontoeröffnungsbestätigung vertrauen.

Es sollte unmittelbar bei der angeblichen Partnerbank geprüft werden, ob dort tatsächlich ein Konto auf den eigenen Namen existiert.

Wichtig: Die Kontaktdaten der Bank sollten hierfür selbstständig über deren offiziellen Internetauftritt ermittelt werden. Telefonnummern oder E-Mail-Adressen aus Unterlagen des Vermittlers sollten nicht ungeprüft verwendet werden.

Gefälschte Bankunterlagen möglich

Aus vergleichbaren Betrugsfällen ist bekannt, dass Anleger teilweise professionell gestaltete Dokumente erhalten, die angeblich von bekannten Banken stammen.

Logos, Unterschriften oder Banknamen lassen sich jedoch kopieren.

Ein Dokument beweist deshalb nicht automatisch, dass tatsächlich eine Geschäftsbeziehung mit der dort genannten Bank besteht.

Die sicherste Kontrolle besteht darin, die Bank unabhängig zu kontaktieren und die Kontoeröffnung bestätigen zu lassen.

Festgeldpro – Geld zurück?

Wer bereits Geld aufgrund eines Angebots von festgeldpro.de, festgeldpro.com oder festgeld-focus.de überwiesen hat, sollte möglichst schnell sämtliche Zahlungsinformationen sichern.

Besonders wichtig sind:

  • IBAN des Empfängers,
  • Name des Kontoinhabers,
  • Empfängerbank,
  • Überweisungsdatum,
  • Höhe der Zahlung,
  • Verwendungszweck.

Bei einer aktuellen Überweisung kann geprüft werden, ob die Hausbank einen Überweisungsrückruf veranlassen kann.

Dabei sollte die Bank über die bestehende BaFin-Warnung informiert werden.

Ob ein Rückruf erfolgreich ist, hängt unter anderem davon ab, ob sich das Geld noch auf dem Empfängerkonto befindet. Eine Garantie besteht nicht.

Empfängerkonto mit Vertragsunterlagen vergleichen

Besonders wichtig ist ein Vergleich zwischen dem angeblichen Vertragspartner und dem tatsächlichen Zahlungsempfänger.

Wurde beispielsweise behauptet, das Geld werde bei einer bekannten europäischen Bank als Festgeld angelegt, sollte geprüft werden, wem das Empfängerkonto tatsächlich gehört.

Taucht dort eine Privatperson oder ein vollkommen anderes Unternehmen auf, besteht erheblicher Klärungsbedarf.

Auch mehrere unterschiedliche Empfängerkonten sollten gemeinsam ausgewertet werden.

Festgeldpro – Anwalt?

Bei einem größeren Schaden kann eine anwaltliche Prüfung insbesondere auf die Zahlungswege und Empfängerkonten ausgerichtet werden.

Betroffene sollten dafür möglichst vollständig sichern:

Kontoauszüge, Überweisungsbelege, Festgeldverträge, Kontoeröffnungsunterlagen, E-Mails, Telefonnummern und sämtliche Korrespondenz mit angeblichen Beratern.

Auch die verwendete Domain sollte dokumentiert werden. Im vorliegenden Fall sind mit festgeldpro.de, festgeldpro.com und festgeld-focus.de bereits mehrere Internetadressen bekannt.

Bei einem begründeten Betrugsverdacht kann außerdem eine Strafanzeige sinnvoll sein. Dabei sollten die Zahlungsempfänger möglichst konkret bezeichnet werden.

Die BaFin selbst weist darauf hin, dass sie Verbrauchern im individuellen Fall nicht unmittelbar zu ihrem Recht verhelfen kann. Eine Behördenbeschwerde ersetzt daher nicht die Prüfung konkreter Rückholungs- und Ermittlungsmaßnahmen.

FAQ zu Festgeldpro und Festgeld Focus

Warnt die BaFin vor festgeldpro.de?
Ja. Nach der von Ihnen übermittelten BaFin-Mitteilung betrifft die Warnung festgeldpro.de, festgeldpro.com und festgeld-focus.de.

Warum warnt die BaFin?
Nach Erkenntnissen der Finanzaufsicht bieten die Betreiber ohne erforderliche Erlaubnis Festgeldanlagen an.

Welche E-Mail-Adressen werden genannt?
Unter anderem info@festgeldpro.de und kontakt@festgeldpro.de sowie weitere ähnlich aufgebaute Adressen.

Ist Festgeldpro Betrug?
Die strafrechtliche Bewertung bleibt den Ermittlungsbehörden und Gerichten vorbehalten. Die konkrete BaFin-Warnung ist jedoch ein erhebliches Warnsignal.

Wie überprüfe ich mein angebliches Festgeld?
Kontaktieren Sie die angebliche Partnerbank über selbst recherchierte offizielle Kontaktdaten und lassen Sie bestätigen, ob tatsächlich ein Konto auf Ihren Namen eröffnet wurde.

Was tun, wenn ich bereits überwiesen habe?
Zahlungsbelege sichern und bei der Hausbank möglichst kurzfristig einen Überweisungsrückruf prüfen.

Welche Daten sind besonders wichtig?
IBAN, Kontoinhaber, Empfängerbank, Betrag, Datum sowie sämtliche Vertrags- und Kommunikationsunterlagen.

Sollte ich weitere Gebühren zahlen?
Zusätzliche Forderungen sollten angesichts der BaFin-Warnung nicht ungeprüft erfüllt werden.

Kanzlei Wilms – Hilfe bei Festgeldbetrug

Die Kanzlei Wilms unterstützt Anleger bei Online-Anlagebetrug und betrügerischen Festgeldangeboten. Bei Fällen rund um festgeldpro.de, festgeldpro.com und festgeld-focus.de steht insbesondere die Frage im Mittelpunkt, wohin bereits überwiesene Gelder tatsächlich gelangt sind.

Wir prüfen Empfängerkonten, beteiligte Banken und mögliche Rückrufmaßnahmen. Ebenso können die angeblichen Festgeldunterlagen und die Kommunikation mit den Vermittlern ausgewertet werden.

Gerade bei Festgeldbetrug ist schnelles Handeln wichtig, da Gelder über Empfängerkonten kurzfristig weitergeleitet werden können.

Kanzlei Wilms – Rechtsanwalt für Anlagebetrug, Kryptobetrug & Online-Investmentbetrug
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