FundSafety: Warnsignal für sogenannten Recovery-Betrug

28.07.2026 4 Aufrufe Autor: Jochen Resch
Markus Calvin? FundSafety? Glauben Sie nichts davon, es handelt sich um Betrug! Sie haben Geld verloren? Jetzt hier erfahrene und kompetente Hilfe erhalten.

Wer nach einem bereits erlittenen Trading- oder Krypto-Verlust von FundSafety bzw. fundsafety(.)com kontaktiert wird, sollte besonders wachsam sein. Die in Aussicht gestellte Rückholung von Geldern erweist sich nach vorliegenden Hinweisen als Teil eines weiteren Betrugsschemas, eines Recovery-Betrugs. Informieren Sie sich, bevor zusätzlicher finanzieller Schaden entsteht, retten Sie Ihr Geld, wir helfen Ihnen dabei.

 

Existiert FundSafety tatsächlich?

Die Selbstdarstellung vermittelt den Eindruck eines international tätigen Spezialisten für Blockchain-Analysen und Wiederbeschaffung verlorener Vermögenswerte. Bei näherem Hinsehen zeigen sich jedoch deutliche Unstimmigkeiten. So wurde die Internetadresse erst am 14.03.2025 registriert, während zugleich eine Unternehmensgeschichte seit 2016 behauptet wird. Dieser zeitliche Widerspruch spricht für eine nachträglich konstruierte Identität. Auch die aufgeführten Standorte in mehreren Metropolen lassen sich nicht belastbar bestätigen, und die genannte US-Adresse führt zu keiner klar zuordenbaren Geschäftstätigkeit. Insgesamt entsteht das Bild einer bewusst gestalteten Fassade, die Vertrauen erzeugen soll.

 

Wie der typische Recovery-Betrug funktioniert

Angeboten wird Hilfe nach Verlusten im Online-Trading oder im Kryptobereich. Genau hier setzt das bekannte Muster eines sogenannten Follow-up-Scams an: Geschädigte werden erneut angesprochen und zu weiteren Zahlungen bewegt. In diesem Zusammenhang tritt etwa eine Person mit dem Namen Markus Calvin (E-Mail: markuscalvin@fundsafety(.)net) als angeblicher Spezialist auf. Solche Rollen sind erfahrungsgemäß frei erfunden. Die versprochenen Maßnahmen sind weder rechtlich abgesichert noch technisch plausibel. Zahlreiche Berichte zeigen, dass eine tatsächliche Rückführung der Gelder ausbleibt.

 

Unstimmige Unternehmensangaben

Auf der Website wird angegeben, FundSafety werde von Tradex LTD betrieben. Die dazu veröffentlichten Registrierungsdaten wirken jedoch zweifelhaft. Erste Prüfungen deuten darauf hin, dass vorhandene Firmendaten missbräuchlich verwendet werden. Zwar existiert eine gleichnamige Gesellschaft in England, sie befindet sich jedoch in Auflösung und steht offenbar in keinem Zusammenhang mit FundSafety. Diese Vorgehensweise ist typisch: Reale Firmeneinträge werden genutzt, um Glaubwürdigkeit vorzutäuschen.

 

Warum keine Rückzahlungen erfolgen

Das zugrunde liegende Modell zielt darauf ab, weitere Gebühren zu generieren. Gefordert werden Zahlungen für angebliche Ermittlungen, Analysen von Transaktionen oder juristische Schritte. Statt einer Auszahlung folgen regelmäßig neue Begründungen, weshalb zusätzliche Kosten notwendig seien. Dieses Vorgehen entspricht einem bekannten Betrugsmuster, bei dem Betroffene mehrfach zur Kasse gebeten werden.

 

Die Rolle von Bankkonten im System

Damit Geld eingesammelt werden kann, greifen die Beteiligten auf reale Kontoverbindungen zurück. Diese gehören entweder den Tätern selbst oder eingesetzten Dritten. Ohne diese Struktur wäre das System nicht funktionsfähig. Ein zentraler Ansatz zur Rückholung besteht darin, die Kontoinhaber zu identifizieren und rechtlich in Anspruch zu nehmen, da empfangene Gelder grundsätzlich herauszugeben sind.

 

Wer hinter den Konten steht

Die eigentlichen Drahtzieher bleiben meist im Hintergrund und arbeiten arbeitsteilig. Kontoinhaber fungieren häufig als Teil eines Netzwerks zur Verschleierung von Geldflüssen. Diese Personen oder beteiligten Unternehmen können zivilrechtlich auf Schadensersatz haften. Aufgrund der oft erheblichen Schadenssummen ist die Nachverfolgung der Zahlungsströme ein entscheidender Hebel zur Durchsetzung von Ansprüchen.

 

Rechtliche Bewertung

Wer durch Täuschung Vermögenswerte erlangt, erfüllt regelmäßig den Straftatbestand des Betrugs nach § 263 StGB. Je nach Konstellation kommt zudem Kapitalanlagebetrug gemäß § 264a StGB in Betracht. Die Einbindung fremder Konten kann außerdem den Tatbestand der Geldwäsche (§ 261 StGB) erfüllen. Zivilrechtlich ergeben sich Ansprüche unter anderem aus § 812 BGB sowie aus § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 263 StGB, insbesondere gegenüber den Kontoinhabern.

 

Zu beachten ist außerdem: Wer selbst Zahlungen aus einem solchen System erhält, kann sich unter Umständen ebenfalls strafbar machen. Eine individuelle rechtliche Prüfung ist daher unerlässlich.

 

Empfohlene Schritte bei Kontakt mit FundSafety

• Keine weiteren Überweisungen vornehmen

• Sämtliche Unterlagen, Nachrichten und Zahlungsnachweise sichern

• Strafanzeige erstatten

• Zeitnah juristische Beratung in Anspruch nehmen

 

Möglichkeiten zur Rückforderung

RESCH Rechtsanwälte ist eine auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierte Kanzlei mit jahrzehntelanger Erfahrung im Umgang mit Anlagebetrug und Geldwäsche. Die anwaltliche Praxis konzentriert sich darauf, Zahlungsströme nachzuverfolgen und die verantwortlichen Kontoinhaber zu identifizieren.

 

Wer Ansprüche im Zusammenhang mit FundSafety prüfen lassen möchte, sollte zeitnah rechtliche Unterstützung einholen. Eine Kontaktaufnahme ist telefonisch unter +49 30 / 88 59 77 0 oder über die Website möglich. Nach Prüfung des Einzelfalls wird aufgezeigt, welche Schritte sinnvoll sind.

 

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