Mir-Partner: CONSOB sperrt mir-partner[.]cm
Wer nach Mir-Partner oder der Domain mir-partner[.]cm sucht, stößt auf eine Maßnahme der italienischen Finanzaufsicht CONSOB. Die Behörde hat die Sperrung der Seite angeordnet, weil darüber unerlaubt Wertpapierdienstleistungen erbracht wurden. Wer bereits Kontakt hatte, sollte zunächst prüfen, ob genau diese Domain und die zugehörigen Seiten verwendet wurden, bevor eine Zahlung geleistet oder wiederholt wird.
Die Sperranordnung ist ein deutliches Signal, beantwortet aber nicht jede Frage des Einzelfalls. Entscheidend bleibt, welche Identität im konkreten Kontakt auftrat, wohin Zahlungen flossen und welche Unterlagen vorliegen.
Was hat die CONSOB zu Mir-Partner angeordnet?
Die CONSOB hat mit Pressemitteilung vom 3. Juli 2026 die Sperrung von sechs Internetseiten angeordnet, über die abusiv – also ohne die erforderliche Zulassung – Wertpapierdienstleistungen und Anlagetätigkeiten angeboten wurden. Mir-Partner gehört zu diesen Seiten. Die Sperrung (oscuramento) beruht auf den Befugnissen der CONSOB, italienischen Zugangsanbietern den Zugriff auf Seiten unerlaubt tätiger Finanzintermediäre aus Italien zu untersagen.
Eine Warnung der deutschen BaFin zu mir-partner[.]cm ist über die überprüften öffentlichen Quellen nicht ersichtlich. An der CONSOB-Maßnahme ändert das nichts: Die Sperranordnung bleibt bestehen, unabhängig davon, ob eine deutsche Behörde bereits tätig geworden ist.
Welche Domain und Seiten nennt die CONSOB genau?
Die CONSOB nennt die Seite mir-partner[.]cm sowie die zugehörigen Seiten client.mir-partner[.]cm und webtrader.mir-partner[.]cm. Alle drei sind ausdrücklich von der Sperranordnung erfasst.
Vergleichen Sie deshalb genau, über welche Adresse und welchen Zugang Sie angesprochen wurden oder sich eingeloggt haben. Weicht die Schreibweise ab oder wurde eine andere Seite verwendet, kann ein anderes Angebot betroffen sein. Der Name Mir-Partner enthält keinen geografischen Bezug; aus ihm lässt sich weder ein Sitz noch eine Regulierung ableiten.
Was bedeutet eine CONSOB-Sperre – und was nicht?
Die Sperre belegt, dass die CONSOB von einer unerlaubten Erbringung von Wertpapierdienstleistungen über die genannten Seiten ausgeht und den Zugriff aus Italien unterbindet. Sie ist jedoch kein Strafurteil und kein automatischer Nachweis eines individuellen Rückzahlungsanspruchs. Sie sagt auch nichts darüber aus, wohin einzelne Zahlungen tatsächlich geflossen sind.
Für deutsche Betroffene ist die italienische Sperranordnung deshalb vor allem ein Risikosignal, nicht bereits ein durchsetzbarer Anspruch. Ebenso wenig beweist sie, dass ein im Kundenbereich angezeigtes Guthaben real existiert oder wer eine Zahlung empfangen hat. Falls in Ihrem konkreten Fall vor einer Auszahlung eine weitere Zahlung – etwa als Steuer, Gebühr oder Freischaltung – verlangt wird, sollte diese Forderung nicht ungeprüft erfüllt werden.
Was sollten Betroffene nach einem Kontakt mit mir-partner[.]cm sichern?
Wer über mir-partner[.]cm, client.mir-partner[.]cm oder webtrader.mir-partner[.]cm Kontakt hatte, gezahlt oder Daten übermittelt hat, sollte zunächst keine weitere Zahlung leisten und die vollständige Kommunikation, die Zahlungsbelege und die verwendeten Kontaktdaten sichern.
Dazu gehören der gesamte Schriftverkehr, Überweisungsbelege oder Kreditkartenabrechnungen, bei Kryptozahlungen sämtliche Wallet-Adressen und Transaktions-Hashes sowie Screenshots des Kundenbereichs und der verwendeten Identitäten. Wie sich diese Spuren zu einer belastbaren Grundlage zusammenfügen, zeigt eine strukturierte Asset-Recovery-Prüfung bei Krypto- und Kapitalschäden.
Was prüft eine anwaltliche Fallanalyse?
Geprüft wird, welche Identität hinter dem Kontakt stand, welche Gesellschaft genannt wurde, wohin Zahlungen flossen und gegen wen rechtliche oder tatsächliche Schritte sinnvoll geprüft werden können.
Im Einzelnen lässt sich anhand der Unterlagen klären, welche Banken, Zahlungsdienstleister oder Kryptobörsen beteiligt waren, ob der Zahlungsweg nachvollziehbar ist und welche Empfänger – etwa eine kontoführende Empfängerbank – identifizierbar sind. Daraus ergibt sich, welche Auskunfts- und Sicherungsansätze bestehen und welche Schritte wirtschaftlich sinnvoll erscheinen. Ob Ansätze tragfähig sind, lässt sich nur anhand der konkreten Unterlagen beurteilen.
Wenn Sie mit Mir-Partner über mir-partner[.]cm, client.mir-partner[.]cm oder webtrader.mir-partner[.]cm Kontakt hatten, bereits gezahlt oder persönliche Daten übermittelt haben, sichern Sie die vollständige Kommunikation, die Vertrags- und Zahlungsunterlagen sowie die verwendeten Kontaktdaten und leisten Sie zunächst keine weitere Zahlung. Geprüft wird, welche Identität tatsächlich auftrat, welche Gesellschaft genannt wurde, wohin Zahlungen flossen und gegen wen rechtliche oder tatsächliche Schritte sinnvoll geprüft werden können. Übermitteln Sie dafür Ihre vollständigen Unterlagen.