Dufourbit: Betrug erkennen und gezielt Geld zurückfordern

09.07.2026 6 Aufrufe Autor: Jochen Resch
Keine Auszahlung bei Dufourbit? Die AFM warnt vor der Plattform. Lassen Sie jetzt Ihre Ansprüche prüfen und handeln Sie, bevor weiterer Schaden entsteht.

Wer bei dufourbit(.)com investiert hat, sollte schnell reagieren. Hinter dem professionell wirkenden Auftritt verbirgt sich nach vorliegenden Erkenntnissen kein seriöser Broker, sondern ein strukturiertes Täuschungssystem. Auffällig ist etwa, dass die Domain erst am 03.02.2026 registriert wurde, während gleichzeitig mit angeblich langjähriger Erfahrung geworben wird. Auch die Londoner Anschrift in Canary Wharf lässt sich keinem realen Geschäftsbetrieb zuordnen. Im Folgenden erfahren Sie, was dahintersteckt und wie Sie vorgehen können, um Ihr Kapital zurückzufordern.

 

Was steckt tatsächlich hinter Dufourbit?

Die Plattform inszeniert sich als moderner Anbieter mit besonders günstigen Handelsbedingungen. Versprochen werden minimale Verzögerungen, schnelle Ausführung von Orders und enge Spreads. Diese Aussagen sollen Vertrauen erzeugen. Die tatsächlichen Berichte von Betroffenen zeichnen jedoch ein gegenteiliges Bild: Es geht nicht um echten Handel, sondern um gezielte Einzahlungen in ein betrügerisches System.

 

Wie funktioniert die Betrugsstrategie?

Dufourbit wirbt mit einer breiten Palette an Anlageklassen, darunter Devisen, Kryptowährungen, Aktien, Rohstoffe und Indizes. Diese Vielfalt dient vor allem dazu, Seriosität vorzutäuschen. In Wirklichkeit existiert keine echte Anbindung an Finanzmärkte. Angezeigte Gewinne sind lediglich simuliert, um Nutzer zu weiteren Einzahlungen zu bewegen.

 

Behördliche Warnungen

Die niederländische Finanzaufsicht AFM hat bereits vor Dufourbit gewarnt. Eine solche Veröffentlichung deutet darauf hin, dass keine Zulassung für Finanzdienstleistungen vorliegt. In der Regel bedeutet das auch einen Verstoß gegen gesetzliche Vorgaben wie § 32 KWG. Diese Einschätzung deckt sich mit zahlreichen negativen Erfahrungsberichten.

 

Existiert das Unternehmen real?

Nach außen wirkt Dufourbit (tritt auch als DUFOURBIT PTY LTD auf) wie ein etabliertes Finanzunternehmen. Bei genauer Prüfung zeigt sich jedoch, dass die angegebene Adresse lediglich als Kulisse dient. Auch Telefonnummern mit internationaler Vorwahl vermitteln Professionalität, gehören jedoch zur Inszenierung. Hinter den Strukturen stehen häufig Callcenter, die gezielt Druck aufbauen. Echte Handelskonten oder reale Investitionen gibt es nicht.

 

Warum Auszahlungen scheitern

Ein häufig geschildertes Problem ist die Verweigerung von Auszahlungen. Sobald Anleger ihr Guthaben abziehen möchten, werden zusätzliche Gebühren oder angebliche Steuerforderungen erhoben. Diese Forderungen sind frei erfunden und dienen nur dazu, weitere Zahlungen zu provozieren. Eine tatsächliche Auszahlung erfolgt in der Regel nicht.

 

Die Rolle von Bankkonten

Um Gelder entgegenzunehmen, nutzen die Täter reale Konten. Diese gehören entweder den Verantwortlichen selbst oder Personen aus dem Umfeld. Genau hier setzt die rechtliche Aufarbeitung an: Über die Identifikation dieser Konten lassen sich Ansprüche verfolgen. Ohne diese Zahlungswege wäre das gesamte System nicht funktionsfähig.

 

Strukturen im Hintergrund

Die Organisation hinter Dufourbit ist arbeitsteilig aufgebaut. Technische Betreiber, Vertriebsstrukturen und Zahlungsabwickler arbeiten zusammen. Oft sind auch Firmen eingebunden, die als Geldwäscher fungieren. Unter bestimmten Voraussetzungen können diese Beteiligten für entstandene Schäden haftbar gemacht werden.

 

Rechtliche Bewertung

Wer Anleger durch falsche Angaben zur Zahlung bewegt, erfüllt regelmäßig den Tatbestand des Betrugs (§ 263 StGB). Häufig kommt zusätzlich Kapitalanlagebetrug (§ 264a StGB) in Betracht. Die Nutzung fremder Konten kann zudem als Geldwäsche (§ 261 StGB) gewertet werden.

 

Geschädigte haben grundsätzlich Anspruch auf Rückzahlung, etwa aus § 812 BGB oder § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 263 StGB. Wichtig ist jedoch: Strafverfahren führen nicht automatisch zur Rückerstattung. Entscheidend ist die konsequente zivilrechtliche Verfolgung der Geldflüsse.

 

Zugleich ist Vorsicht geboten: Rückzahlungen aus solchen Konstruktionen können unter Umständen rechtlich problematisch sein. Eine Prüfung durch einen spezialisierten Anwalt ist daher sinnvoll.

 

Was Betroffene jetzt tun sollten

• Keine weiteren Überweisungen tätigen

• Alle Belege und Kommunikationsverläufe sichern

• Anzeige bei den Strafverfolgungsbehörden erstatten

• Einen spezialisierten Rechtsanwalt einschalten

 

Der Weg zur Rückholung Ihres Geldes

Die Durchsetzung von Ansprüchen erfordert Erfahrung im Bank- und Kapitalmarktrecht. Kanzleien wie RESCH Rechtsanwälte verfügen über langjährige Praxis im Umgang mit Anlagebetrug und Geldwäsche. Eine rechtliche Prüfung des Einzelfalls zeigt, welche Schritte konkret möglich sind und wie Zahlungsströme verfolgt werden können.

 

Resch Rechtsanwälte - Erfahrung im Anlegerschutz seit 1986

Resch Rechtsanwälte GmbH

Kurfürstendamm 129 e

10711 Berlin

Telefon: +49 30 8859770

mail@resch-rechtsanwaelte.de

zum Kontaktformular