Wer über die Seite cryptorxindex(.)info Geld angelegt hat, sollte aufmerksam werden: Es sprechen deutliche Hinweise für ein betrügerisches Konstrukt. Die Finanzaufsicht BaFin hat am 25.06.2026 ausdrücklich gewarnt. Nachfolgend wird erklärt, wie das System funktioniert und welche Schritte helfen können, Verluste zu begrenzen.
Existiert Crypto RX Index als echte Handelsplattform?
Der Internetauftritt vermittelt Professionalität: scheinbare Kursverläufe, angebliche Echtzeitdaten und ausgewiesene Gewinne erzeugen Vertrauen. Tatsächlich handelt es sich um eine inszenierte Oberfläche ohne realen Handel. Es werden keine echten Investments ausgeführt. Auffällig ist zudem die kurze Historie der Domain cryptorxindex(.)info, die erst am 01.08.2025 über NameCheap, Inc. registriert wurde – ein Widerspruch zu den suggerierten Erfolgen. Die dargestellten Ergebnisse sind Teil einer Täuschung, die gezielt Glaubwürdigkeit erzeugen soll.
Warum Auszahlungen ausbleiben
Zahlreiche Betroffene schildern ein identisches Muster: Auszahlungswünsche werden verzögert, abgelehnt oder an neue Bedingungen geknüpft. Immer wieder werden zusätzliche Zahlungen verlangt, etwa für angebliche Steuern, Provisionen oder Sicherheitsprüfungen. Diese Forderungen dienen allein dazu, weitere Gelder zu erlangen. Eine tatsächliche Rücküberweisung findet nicht statt – ein typisches Merkmal von Krypto-Anlagebetrug.
Warnung der BaFin
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hat am 25.06.2026 öffentlich darauf hingewiesen, dass über die genannte Website unerlaubte Finanzdienstleistungen angeboten werden. Nach § 32 Kreditwesengesetz ist hierfür eine Erlaubnis erforderlich. Fehlt diese, handelt es sich um rechtswidrige Geschäfte. Die Einschätzung der Aufsicht ist eindeutig und sollte ernst genommen werden.
Mangelnde Transparenz als Warnsignal
Rechtlich notwendige Angaben fehlen vollständig: Weder ein Impressum noch überprüfbare Kontaktdaten sind vorhanden. Damit wird gegen § 5 Digitale-Dienste-Gesetz verstoßen. Für Nutzer bleibt unklar, wer tatsächlich hinter dem Angebot steht – ein klassisches Kennzeichen betrügerischer Strukturen.
Die Rolle von Bankkonten im Betrugssystem
Damit Gelder fließen können, greifen die Täter auf reale Konten zurück, die entweder ihnen selbst oder Mittelsmännern zugeordnet sind. Anlagebetrug beruht auf gezielter Täuschung mit dem Ziel, finanzielle Verluste herbeizuführen. Die Zahlungswege verlaufen über ein Geflecht von Konten, das Verschleierung ermöglicht. Ohne diese Infrastruktur wäre die Durchführung des Betrugs nicht denkbar. Eine Identifizierung der Kontoinhaber ist entscheidend für Rückforderungen.
Wer für Verluste einstehen kann
Neben den eigentlichen Tätern kommen auch Kontoinhaber in Betracht, über deren Konten Gelder geflossen sind. Rechtliche Ansprüche können sich unter anderem aus § 812 BGB sowie § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 263 StGB ergeben. Zudem kann der Straftatbestand der Geldwäsche nach § 261 StGB erfüllt sein. Auch Personen, die Auszahlungen erhalten haben, setzen sich möglichen strafrechtlichen Konsequenzen aus.
Erfahrungen und Gesamtbewertung
Die Berichte zeigen ein klares Schema: Interessenten werden gezielt angesprochen und mit hohen Renditen geködert. Die Einschätzung fällt eindeutig negativ aus. Statt eines seriösen Brokers liegt ein strukturiertes Täuschungssystem vor, das mit Druck und aggressiver Kommunikation arbeitet.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Keine weiteren Überweisungen tätigen
- Belege und Transaktionen sichern
- Kommunikation vollständig dokumentieren
- Strafanzeige erstatten
- Juristischen Beistand einholen
Möglichkeiten zur Rückholung von Geldern
RESCH Rechtsanwälte ist auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisiert und verfügt über jahrzehntelange Erfahrung im Bereich Anlagebetrug und Geldwäsche. Die Kanzlei verfolgt systematisch die Geldflüsse, um beteiligte Kontoinhaber zu identifizieren und Rückforderungen durchzusetzen. Ziel ist es, verlorene Beträge soweit möglich zurückzuführen.
Wer Ansprüche prüfen lassen möchte, sollte zeitnah handeln und rechtliche Unterstützung in Anspruch nehmen. Kontaktmöglichkeiten bestehen telefonisch unter +49 30 / 88 59 77 0 oder über das Formular auf der Website der Kanzlei.
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