Die Website fundwacht(.)com gibt sich als Rettungsanker für Geschädigte von Trading- und Krypto-Betrug aus. Tatsächlich berichten Betroffene jedoch, dass hinter dem Angebot ein sogenannter Recovery-Scam steckt, bei dem erneut Geld verlangt wird, und erneut, und erneut. Wer bereits Verluste erlitten hat, läuft Gefahr, ein weiteres Mal geschädigt zu werden. Der folgende Text erklärt, wie das System funktioniert und worauf Sie achten sollten. Zudem zeigen wir auf, wie Sie sich aus der Betrugsspirale befreien können.
Wer oder was ist FundWacht?
FundWacht präsentiert sich als spezialisierter Dienstleister, der verlorene Investitionen aus betrügerischen Handelsplattformen zurückholen kann. Die Darstellung wirkt bewusst professionell: Es ist von strukturierten Abläufen, fundierter Dokumentation und einem Expertenteam die Rede. Genau diese Außendarstellung dient jedoch dazu, Vertrauen aufzubauen. Auch die genannten Personen – Sebastian Kühn, Mareike Hoffmann und Markus Albrecht – sind Teil dieser Inszenierung. Die geschilderten Fälle legen nahe, dass keine echte juristische Dienstleistung erbracht wird.
Wie der sogenannte Recovery-Scam funktioniert
Das Vorgehen richtet sich gezielt an Menschen, die bereits Opfer eines Anlagebetrugs geworden sind. Diese erhalten erneut Kontaktangebote mit dem Versprechen, ihr verlorenes Kapital zurückzuerlangen. Im weiteren Verlauf werden zusätzliche Zahlungen gefordert, etwa für angebliche Nachforschungen oder die Verfolgung von Transaktionen. Eine tatsächliche Rückführung der Gelder bleibt jedoch aus. Stattdessen entstehen weitere Verluste. Dieses Vorgehen erfüllt regelmäßig die Voraussetzungen von Betrugstatbeständen nach §§ 263 und 264a StGB.
Täuschung durch falsche Identitäten
Im Impressum der Seite wird die Kanzleimanagement Next GmbH aus Füssen aufgeführt. Diese Zuordnung entspricht nicht den Tatsachen. Vielmehr handelt es sich um einen Fall von Identitätsmissbrauch, da das genannte Unternehmen keinerlei Verbindung zu FundWacht hat. Auch die verwendete E-Mail-Adresse dient ausschließlich der Kommunikation innerhalb des betrügerischen Konstrukts. Solche falschen Angaben verstoßen zudem gegen gesetzliche Informationspflichten.
Die Methode hinter dem Vorgehen
Die Betreiber arbeiten mit einem durchdachten Täuschungskonzept. Sie behaupten, Zahlungsströme analysieren zu können und greifen angeblich auf internationale Netzwerke zurück. Diese Aussagen sollen Kompetenz suggerieren, entbehren aber realer Grundlage. Tatsächlich geht es darum, durch falsche Versprechen weitere Zahlungen zu erlangen. Genau darin liegt der Kern von Anlagebetrug: das bewusste Vorspiegeln nicht vorhandener Tatsachen mit dem Ziel, Vermögenswerte zu erhalten.
Warum Geldwäsche eine Rolle spielt
Damit Gelder überhaupt verschoben werden können, nutzen Täter entsprechende Kontostrukturen. Diese werden häufig von Dritten bereitgestellt, die als Geldwäscher fungieren. Dadurch ist oft auch der Straftatbestand der Geldwäsche nach § 261 StGB erfüllt. In der Praxis lassen sich über diese Konten Ansatzpunkte finden, um zivilrechtliche Ansprüche geltend zu machen, etwa aus ungerechtfertigter Bereicherung oder unerlaubter Handlung.
Vorsicht bei angeblichen Rückzahlungen seitens FundWacht
Teilweise werden kleinere Beträge ausgezahlt, um Vertrauen zu erzeugen und weitere Einzahlungen zu motivieren. Solche Zahlungen sollten kritisch betrachtet werden. Es besteht die Gefahr, unbeabsichtigt in strafrechtlich relevante Vorgänge verwickelt zu werden. Eine rechtliche Prüfung ist in solchen Fällen dringend zu empfehlen.
Was Betroffene konkret tun sollten
Wer mit FundWacht in Kontakt steht oder bereits Zahlungen geleistet hat, sollte keine weiteren Überweisungen tätigen. Wichtig ist außerdem, sämtliche Unterlagen zu sichern, darunter Nachrichtenverläufe und Zahlungsnachweise. Eine Anzeige bei den Strafverfolgungsbehörden ist ebenso sinnvoll wie die Einschaltung spezialisierter anwaltlicher Unterstützung.
Einordnung und Bewertung von FundWacht
Die Gesamtbewertung fällt eindeutig aus: FundWacht ist keine seriöse Kanzlei, sondern Teil eines betrügerischen Modells, das gezielt auf bereits geschädigte Anleger abzielt. Die dokumentierten Erfahrungen zeigen, dass das Ziel darin besteht, zusätzliche Zahlungen zu generieren.
Rechtliche Unterstützung und Möglichkeiten
RESCH Rechtsanwälte verfügt über jahrzehntelange Erfahrung im Bank- und Kapitalmarktrecht sowie in der Verfolgung von Anlagebetrug und Geldwäsche. Der Ansatz besteht darin, Geldflüsse nachzuvollziehen und Verantwortliche zu identifizieren, um Rückforderungen durchzusetzen. Betroffene können sich telefonisch unter +49 30 / 88 59 77 0 oder über die Website an die Kanzlei wenden, um ihren Fall prüfen zu lassen und mögliche Schritte zur Rückholung ihres Geldes zu besprechen.
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