Fake-Fivaz Immo Invest: Warnung vor Online-Anlagebetrug

30.06.2026 4 Mal gelesen Autor: Jochen Resch
Fake-Fivaz Immo Invest: Hinter dem scheinbar seriösen Glanz verbirgt sich keine Top-Anlage, sondern eine Täuschung unter Nutzung eines realen Firmennamens.

Wer über die Website fivazimmoinvestsarl(.)com Geld angelegt hat, ist sehr wahrscheinlich auf eine betrügerische Konstruktion gestoßen. Hinter dem scheinbar seriösen Angebot verbirgt sich kein legitimer Investmentdienst, sondern eine gezielte Täuschung unter Nutzung eines real existierenden Firmennamens. Die Schweizer Finanzmarktaufsicht FINMA hat hierzu bereits ausdrücklich gewarnt. Sämtliche dort dargestellten Personen, Kontaktdaten und Unternehmensangaben dienen lediglich dazu, Vertrauen zu erschleichen. Es ist entscheidend, jetzt richtig zu handeln, um finanzielle Schäden zu begrenzen.

 

Täuschend echt: Existiert die hier eruierte Fivaz Immo Invest?

Auf den ersten Blick vermittelt die Plattform den Eindruck eines professionellen Finanzanbieters. Tatsächlich handelt es sich jedoch um eine Inszenierung. Die Betreiber greifen auf die Identität der realen Fivaz Immo Invest Sàrl aus Neuenburg zurück, die unter der Registernummer CHE-132.052.042 geführt wird. Zwischen der echten Gesellschaft und der Website besteht laut FINMA keinerlei Verbindung. Selbst die angegebene Geschäftsadresse in der Rue des Troncs 16 wird lediglich als Fassade verwendet. Auch angebliche Teammitglieder sind frei erfunden und sollen Seriosität vortäuschen.

 

Warum Auszahlungen ausbleiben

Viele Betroffene berichten von einem wiederkehrenden Ablauf: Nach der ersten Einzahlung werden im Benutzerkonto scheinbare Gewinne angezeigt, die jedoch nicht real sind. Versucht man, diese auszahlen zu lassen, werden zusätzliche Gebühren verlangt oder neue Bedingungen gestellt. Die Auszahlung wird immer weiter hinausgezögert oder komplett verweigert. Dieses Vorgehen ist typisch für betrügerische Handelsplattformen, deren Ziel es ist, immer höhere Summen einzusammeln.

 

Einschätzung der Plattform

Die Gesamtbewertung fällt eindeutig negativ aus. Neben der offiziellen Warnmeldung der FINMA spricht auch die technische Historie gegen die Glaubwürdigkeit: Die Domain wurde erst am 21. April 2026 registriert und bei Hostinger, UAB angemeldet. Für eine angeblich etablierte Investmentfirma ist dies ein deutliches Warnsignal. In Kombination mit falschen Angaben und blockierten Auszahlungen ergibt sich ein klares Bild.

 

Die Rolle von Bankkonten im Betrugssystem

Damit Gelder überhaupt fließen können, benötigen die Hinterleute reale Kontoverbindungen. Diese werden häufig über Strohmänner oder Geldwäschestrukturen organisiert. Genau an diesem Punkt setzen rechtliche Maßnahmen an: Wer solche Zahlungen entgegennimmt, kann unter bestimmten Voraussetzungen zur Herausgabe verpflichtet sein. Durch gezielte Nachverfolgung lassen sich Kontoinhaber identifizieren und Ansprüche geltend machen.

 

Wer organisiert Fake-Fivaz Immo Invest?

Hinter der Plattform stehen in der Regel arbeitsteilig organisierte Gruppen, die oft international agieren. Die strukturierte Nutzung fremder Firmendaten deutet auf ein systematisches Vorgehen hin. Auch E-Mail-Adressen wie info@fivazimmoinvestsarl(.)com dienen ausschließlich dazu, Seriosität vorzutäuschen. In vielen Fällen erfüllen solche Strukturen sogar die Voraussetzungen einer kriminellen Vereinigung.

 

Rechtliche Bewertung des Vorgehens

Das gezielte Vorspiegeln falscher Tatsachen, um Anlegergelder zu erhalten, erfüllt regelmäßig den Straftatbestand des Betrugs gemäß § 263 StGB. Darüber hinaus kann auch Kapitalanlagebetrug nach § 264a StGB vorliegen. In vielen Fällen kommt zusätzlich Geldwäsche gemäß § 261 StGB in Betracht. Auf zivilrechtlicher Ebene ergeben sich Rückforderungsansprüche insbesondere aus § 812 BGB sowie aus § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 263 StGB.

 

Zu beachten ist außerdem: Wer Gelder aus solchen Strukturen zurückerhält, sollte dies rechtlich prüfen lassen, da im Einzelfall auch strafrechtliche Risiken bestehen können.

 

Typischer Ablauf aus Sicht der Geschädigten

Die geschilderten Erfahrungen folgen häufig einem klaren Muster. Zu Beginn erfolgt eine intensive Betreuung durch vermeintliche Finanzberater. Anschließend werden Anleger schrittweise zu weiteren Einzahlungen bewegt. Sobald höhere Beträge investiert wurden, bricht der Kontakt ab oder es werden neue Forderungen erhoben. Dieses Vorgehen ist charakteristisch für organisierte Betrugsmodelle im Anlagebereich.

 

Was Betroffene jetzt tun sollten

- Keine weiteren Überweisungen vornehmen

- Sämtliche Zahlungsnachweise sichern

- Kommunikationsverläufe dokumentieren

- Strafanzeige erstatten

- Juristischen Beistand mit Spezialisierung hinzuziehen

 

Möglichkeiten zur Rückholung der Gelder

RESCH Rechtsanwälte verfügt über langjährige Erfahrung im Bank- und Kapitalmarktrecht und unterstützt Betroffene bei der Durchsetzung ihrer Ansprüche. Der Fokus liegt dabei auf der Nachverfolgung von Zahlungsströmen und der Identifikation der beteiligten Kontoinhaber. Ziel ist es, unrechtmäßig erlangte Gelder zurückzuführen.

 

Wenn Sie Ihr investiertes Kapital zurückfordern möchten, können Sie sich direkt an RESCH Rechtsanwälte wenden. Eine erste Prüfung Ihres Falls zeigt, welche konkreten Schritte in Ihrer Situation sinnvoll sind.

 

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