FDM Point: Betrugsverdacht beim Trading, Wege zur Rückforderung

21.05.2026 20 Mal gelesen Autor: Jochen Resch
Warnung vor fdmpoint(.)com: Verdacht auf Anlagebetrug. Falsche Angaben und erfundene Personen täuschen Seriosität vor. Rückforderung prüfen.

Wer über die Seite fdmpoint(.)com Geld angelegt hat, ist sehr wahrscheinlich auf ein betrügerisches Konstrukt gestoßen. Die Plattform erweckt zwar den Eindruck eines etablierten Brokers, arbeitet jedoch mit falschen Angaben und erfundenen Personen, um Seriosität vorzutäuschen. Ein Blick auf die erst im März 2026 registrierte Domain widerspricht den behaupteten langjährigen Erfahrungen deutlich. Im Folgenden wird erläutert, wie das System funktioniert und welche Möglichkeiten bestehen, eingezahlte Gelder zurückzuholen.

 

Existiert FDM Point tatsächlich als legitimer Anbieter?

Der Auftritt von FDM Point suggeriert ein reguliertes Unternehmen mit Sitz im Vereinigten Königreich. Diese Darstellung hält einer Überprüfung nicht stand. Weder lässt sich ein entsprechender Eintrag im britischen Firmenregister finden, noch besteht eine Zulassung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Vielmehr wirkt das gesamte Konstrukt wie eine inszenierte Oberfläche. Die angeblichen Ansprechpartner, die unter Namen wie Andreas Novak oder Alice Stein auftreten, sind keine real nachweisbaren Personen. Die Kommunikation dient primär dazu, Vertrauen aufzubauen und weitere Einzahlungen zu provozieren. Das spricht klar gegen einen echten Handel und für eine gezielte Täuschung.

 

Warum werden Auszahlungen verweigert?

Betroffene schildern ein einheitliches Muster: Sobald eine Auszahlung verlangt wird, werden zusätzliche Forderungen erhoben. Dabei ist von Steuern, Gebühren oder Sicherheitsleistungen die Rede, die angeblich vorab zu entrichten seien. Diese Forderungen entbehren jeder Grundlage. Selbst nach Zahlung erfolgt keine Auszahlung. Dieses Vorgehen ist typisch für betrügerische Handelsplattformen, deren Ziel es ist, immer weitere Beträge zu generieren.

 

Welche Rolle spielen Bankkonten?

Damit Geldflüsse überhaupt möglich sind, nutzt das System reale Kontoverbindungen. Diese stehen oft nicht direkt im Eigentum der Hintermänner, sondern werden über Dritte abgewickelt, die als Geldempfänger fungieren. Ohne diese Infrastruktur wäre das Modell nicht umsetzbar. Genau hier setzen Rückforderungsansätze an: Wer Gelder aus unerlaubten Handlungen erhält, kann zur Herausgabe verpflichtet sein.

 

Wer verbirgt sich hinter den Zahlungsstrukturen?

Die Organisation hinter FDM Point folgt keinem Einzelfall, sondern ähnelt bekannten, arbeitsteilig aufgebauten Netzwerken mit internationaler Ausrichtung. Die Kontoinhaber sind häufig wirtschaftlich aktive Akteure, die in Geldflüsse eingebunden sind. Juristisch kommen hier insbesondere Ansprüche aus ungerechtfertigter Bereicherung sowie Schadensersatzansprüche im Zusammenhang mit strafbaren Handlungen in Betracht. Daraus ergeben sich reale Chancen, verlorene Gelder zurückzufordern.

 

Rechtliche Bewertung des Vorgehens

Das dargestellte Verhalten erfüllt typische Merkmale des Anlagebetrugs: Es werden falsche Tatsachen vorgespiegelt, um Investitionen zu erlangen. Angebliche Gewinne existieren lediglich auf dem Bildschirm, nicht jedoch in der Realität. Strafrechtlich sind insbesondere Betrugstatbestände einschlägig; darüber hinaus können auch Vorschriften zu Kapitalanlagebetrug sowie Geldwäsche relevant sein, da Gelder über verschiedene Stationen geleitet werden.

 

Ein zusätzlicher Punkt verdient Beachtung: In bestimmten Konstellationen kann auch die Rückführung von Geldern rechtlich sensibel sein, etwa wenn der Verdacht der Geldwäsche im Raum steht. Daher sollte jeder Schritt sorgfältig geprüft werden.

 

Was sollten Betroffene jetzt tun?

- Keine weiteren Überweisungen tätigen

- Sämtliche Unterlagen und Kommunikationsverläufe sichern

- Anzeige bei den Strafverfolgungsbehörden erstatten

- Juristischen Beistand mit Spezialisierung einschalten

 

Erfahrungen und Gesamtbewertung

Die vorliegenden Berichte zeichnen ein eindeutiges Bild: Es handelt sich nicht um eine echte Handelsplattform, sondern um ein systematisch aufgebautes Täuschungsmodell. Fehlende Regulierung, nicht existente Firmeneinträge und erfundene Identitäten sind klare Warnsignale. Positive Darstellungen dienen lediglich dazu, weitere Anleger zu gewinnen.

 

RESCH Rechtsanwälte ist eine auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierte Kanzlei mit jahrzehntelanger Erfahrung in der Aufarbeitung von Anlagebetrug und Geldwäschefällen. Der Fokus liegt auf der Nachverfolgung von Geldströmen und der Identifikation der beteiligten Kontoinhaber, um Ansprüche konsequent durchzusetzen.

 

Wer Ansprüche prüfen lassen möchte, sollte eine rechtliche Ersteinschätzung einholen. Über die angegebenen Kontaktmöglichkeiten kann eine individuelle Bewertung erfolgen, aus der sich konkrete Handlungsschritte ableiten lassen.

 

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