BsStrategy: Verdacht auf Krypto-Betrug mit blockierten Auszahlungen

20.05.2026 4 Mal gelesen Autor: Jochen Resch
Bei BsStrategy häufen sich Berichte über verweigerte Auszahlungen und fingierte Gewinne. Betroffene sollten jetzt schnell handeln.

Wenn Sie über bsstrategy(.)com investiert haben, sprechen viele Anzeichen dafür, dass Sie auf ein strukturiertes Täuschungsmodell gestoßen sind. Betroffene schildern vor allem Schwierigkeiten bei Auszahlungen, während der Auftritt der Plattform zunächst professionell wirkt. Im Folgenden wird erklärt, wie das Vorgehen typischerweise funktioniert und welche Schritte zur Rückforderung von Geldern möglich sind.

 

Existiert BsStrategy als echte Handelsplattform?

Die Darstellung von BsStrategy erinnert an eine sorgfältig inszenierte Handelsumgebung: Kurse scheinen sich realistisch zu bewegen, Gewinne werden angezeigt und das System wirkt funktionsfähig. Tatsächlich deutet vieles darauf hin, dass es sich um eine simulierte Oberfläche handelt. Auch die angegebene Anschrift in Bristol (818 Whitchurch Lane, BS14 0JP) sowie die Domain bsstrategy(.)com – registriert 2018 und 2026 aktualisiert – tragen lediglich zur Glaubwürdigkeit bei, ohne echte Substanz zu liefern. Diese Elemente sind Teil einer gezielten Außendarstellung.

 

Erfahrungen mit BsStrategy: Probleme bei Auszahlungen

Berichte von Nutzern zeigen ein wiederkehrendes Muster: Zunächst werden vermeintliche Gewinne sichtbar, doch sobald eine Auszahlung angefordert wird, entstehen Hürden. Plötzlich werden zusätzliche Kosten oder angebliche Steuerforderungen erhoben. Jede weitere Zahlung führt zu neuen Forderungen, ohne dass eine tatsächliche Rücküberweisung erfolgt. Dieses Vorgehen ist im Bereich des Online-Krypto-Tradings ein bekanntes Betrugsschema.

 

Bewertung: Scheinhandel statt realer Marktteilnahme

Bei genauer Betrachtung ergibt sich ein klares Bild: Es gibt keine belastbaren Hinweise auf echte Handelsaktivitäten oder eine Regulierung. Stattdessen entsteht der Eindruck, Anleger würden an legitimen Märkten agieren. In Wirklichkeit handelt es sich offenbar um ein abgeschlossenes System, das ausschließlich der Täuschung dient.

 

Die Rolle von Bankkonten im Betrugsmodell

Um Gelder entgegennehmen zu können, greifen die Verantwortlichen auf reale Kontoverbindungen zurück. Diese laufen häufig auf Dritte oder Firmen, die als Zwischenstationen fungieren. Die Identifizierung dieser Kontoinhaber ist ein zentraler Ansatzpunkt, um Rückforderungen durchzusetzen. Ohne diese Infrastruktur könnte das System nicht funktionieren.

 

Wer steckt hinter BsStrategy?

Die handelnden Personen bleiben im Hintergrund und agieren international vernetzt. Kontakt wird oft per E-Mail (z. B. info@bsstrategy.com) oder über Callcenter hergestellt. Ziel ist es, Vertrauen aufzubauen und weitere Einzahlungen zu erreichen. Ein reguliertes Unternehmen steht hinter der Plattform nach aktuellem Stand nicht, vielmehr spricht vieles für ein organisiertes Netzwerk.

 

Rechtliche Einordnung

Wer vorsätzlich falsche Tatsachen vorspiegelt, um Vermögenswerte zu erlangen, erfüllt in der Regel den Tatbestand des Betrugs gemäß § 263 StGB. Zusätzlich kann ein unerlaubtes Erbringen von Finanzdienstleistungen nach § 32 KWG vorliegen. Auch Aspekte der Geldwäsche (§ 261 StGB) spielen häufig eine Rolle.

Auf zivilrechtlicher Ebene kommen Schadensersatzansprüche in Betracht, etwa aus § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 263 StGB sowie aus § 812 BGB. Entscheidend ist hierbei insbesondere die Nachverfolgung der Zahlungsströme.

 

Vorsicht bei angeblichen Rückzahlungen

Teilweise werden kleinere Beträge ausgezahlt, um Vertrauen zu festigen. Dennoch ist Vorsicht geboten: Auch solche Rückflüsse können rechtliche Risiken bergen. Eine sorgfältige juristische Prüfung ist daher empfehlenswert.

 

Was Betroffene jetzt tun sollten

Keine weiteren Überweisungen tätigen. Sämtliche Unterlagen und Kommunikationsverläufe sichern. Eine Strafanzeige erstatten. Und spezialisierte rechtliche Unterstützung in Anspruch nehmen.

 

Möglichkeiten zur Rückforderung

RESCH Rechtsanwälte ist auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisiert und verfügt über langjährige Erfahrung im Umgang mit Anlagebetrug und Geldwäsche. Die Kanzlei verfolgt Zahlungsströme, identifiziert beteiligte Kontoinhaber und setzt Ansprüche konsequent durch.

Wenn Sie Ihr investiertes Kapital zurückfordern möchten, können Sie Kontakt zu RESCH Rechtsanwälte aufnehmen – telefonisch unter +49 30 / 88 59 77 0 oder über das Online-Formular. Eine Prüfung Ihres Falls zeigt konkrete Handlungsoptionen auf.

 

 

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